Reinhard Frank: „Osterfeuer gehen immer weiter aus


 



Auch im Jahr 2004 soll der traditionelle Brauch der Osterfeuer wieder in einer Art und Weise überreglementiert werden, was im vergangenen Jahr zu einem Sturmlauf der Entrüstung in weiten Teilen der Dortmunder Bevölkerung geführt hat. Die CDU-Fraktion nimmt den Hinweis auf die erneute Genehmigungspflicht zum Anlass, ihre Position noch einmal zu unterstreichen und eine Entbürokratisierung dieses traditionellen Brauchtums einzufordern.


Reinhard Frank, ordnungspolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion, zählt die nach Meinung seiner Fraktion unsinnigen Beschränkungen auf:


„Von den im letzten Jahr gestellten 201 Anträgen auf Abbrennen eines Feuers wurden fast die Hälfte, nämlich 98, abgelehnt mit der Begründung, es würde sich um private Veranstaltungen handeln. Nach welchen Kriterien das Umweltamt die Schnittstelle zwischen privaten und öffentlichen Feuern anlegt, blieb seinerzeit unklar. Genauso wenig bewährt hatte sich der Versuch der Verwaltung, das Abbrennen der Osterfeuer auf die ganze Osterwoche zu entzerren, um so die angeblich zu starken Rauch- und Geruchbelästigungen zu minimieren. Osterfeuerzeit ist nun mal Karsamstag und Ostersonntag!“


Für die CDU-Fraktion ebenso unverständlich: Um ein Feuer abbrennen zu dürfen, muss ein Lageplan im Maßstab 1:1000 eingereicht, eine verantwortliche Person benannt sowie eine Verwaltungsgebühr in Höhe von 25 Euro entrichtet werden.


Reinhard Frank abschließend:


„Für uns hat diese ganze Regelungswut den Anschein, dass hier  nur eine Beschäftigungstherapie für das Umweltamt geschaffen werden soll. Dass mit der Entrichtung einer „Verwaltungsgebühr“ in Höhe von 25 Euro auch noch der marode städtische Haushalt saniert werden soll, setzt dem ganzen noch die Krone auf“.


Verantwortlich: