Thomas Pisula: „Ratsbeschluss wird missachtet“

  Als „faulen Kompromiss“ bezeichnet
  CDU-Umweltsprecher Thomas Pisula den
  Vorschlag der Verwaltung zur Schutzwürdigkeit
  der Dortmunder Naturschutzgebiete.
  Die CDU-Fraktion wird daher ihre Forderung
  erneuern, einheitliche Regelungen für alle
  Dortmunder Naturschutzgebiete zu schaffen.
  Gleichzeitig sollen nach Wunsch der Christdemokraten nicht alle vorgeschlagenen „Waldnaturschutzgebiete“ unter Schutz gestellt werden, da diese für ein Ballungszentrum wie Dortmund wichtige Naherholungsgebiete sind und damit ein Angebot für kostenlose Sport- und Freizeitnutzung bieten.



Wie berichtet, möchte die Verwaltung Hunde in allen Wäldern unangeleint laufen, sie aber auf Freiflächen, insbesondere in der Nähe von Wasserflächen, angeleint lassen. Diese unterschiedliche Handhabung widerspreche dem Beschluss des Rates, der ausdrücklich vorsah, möglichst einheitliche Ge- und Verbotsregeln aufzustellen. Sollte dieser unsinnige Vorschlag eine Mehrheit finden, hätte dies nach Meinung der CDU-Fraktion absurde Konsequenzen. Damit dürften Hunde sogar in den Waldbereichen der alten Naturschutzgebiete frei rumlaufen, was Ihnen bisher nicht gestattet war. Im gleichen Naturschutzgebiet müssten sie aber in der Nähe eines Teiches angeleint werden. „Der Vorschlag ist ein Schlag ins Gesicht für den Naturschutz in Dortmund. Die jüngsten Beispiele von gerissenen Rehen durch freilaufende Hunde zeigen dies deutlich“, so Pisula.



Die CDU-Fraktion möchte im Regionalrat des Regierungspräsidiums in Arnsberg erreichen, dass zumindest die Naturschutzgebiete Wickeder Holz, Bodelschwingher und Westerfilder Wald, Bittermark sowie Niederhofener Holz weiterhin für die Naherholung zur Verfügung stehen. Der sogenannte „Gebietsentwicklungsplan“ des Regierungsbezirks stellt diese Flächen nämlich bisher nicht unter Schutz, die Dortmunder Umweltverwaltung möchte dieses jedoch genau beantragen. „Mit unserem Ratsmitglied Walter Knieling stellen wir den Vorsitzenden der Planungskommission in Arnsberg. Ich hoffe, dass er seinen Einfluss gelten machen kann und zumindest die vier Wälder weiter für die Dortmunder Bürger zur freien Verfügung stehen“, so Pisula.


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