Sehr geehrter Herr Krüger,

die Fraktion der CDU in der Bezirksvertretung Innenstadt-West bittet um Beratung und Abstimmung folgenden Antrages:

Beschlussvorschlag:
Die Bezirksvertretung Innenstadt-West stellt fest, dass sie grundsätzlich eine einseitige Öffnung des Dorstfelder Hellwegs aus östlicher Richtung (Innenstadt) nach Westen (Ortskern Dorstfeld) begrüßt.

Die Verwaltung wird beauftragt, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Öffnung des Dorstfelder Hellwegs an der Kreuzung Dorstfelder Hellweg/Emscher Allee von Osten nach Westen umzusetzen.

Begründung:
Der Ortskern Dorstfeld ist zur Zeit von Osten aus der Innenstadt über die Rheinische Straße kommend nur über die Umgehungsstraße erreichbar. Eine direkte Anbindung ist durch die bauliche Maßnahme der Schließung der Durchfahrt des Dorstfelder Hellwegs verhindert. Die Geschäfte am unteren Dortstfelder Hellweg sind aus östlicher Richtung vom der PKW Verkehrsanbindung abgeschnitten.

Die Bezirksvertretung hat zur Belebung des Kernzentrums Alt-Dorstfeld und zur Sicherstellung der Nahversorgung der dortigen Bürger bereits beschlossen, dass auf dem sog. Frehrich-Gelände ein Vollsortimenter entstehen soll. Dieses Projekt ist zwischenzeitlich auch von dem zuständigen Ausschuss für Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen und vom Rat durch positive Beschlussfassung mitgetragen, so dass die Realisierung zeitnah realistisch ist.

Als strukturbegleitende Flankierungsmaßnahme ist es notwendig, dass potentielle Verbraucher aus dem Bereich Rheinische Straße und Umfeld die Möglichkeit erhalten, auf direktem Wege das neue Nahversorgungszentrum zu erreichen. Dies wird derzeit durch die nicht vorhandene Durchfahrtsmöglichkeit von der Rheinischen Straße über den Dorstfelder Hellweg verhindert.
Ferner wird derzeit verhindert, dass Verbraucher von der Rheinischen Straße kommend auf dem kürzesten Wege zu dem unmittelbar linksseitig des beginnenden Dorstfelder Hellwegs (von Osten nach Westen fahrend) gelegenen Parkplatz (ehemaliger Edeka Parkplatz) gelangen.
Derzeit ist es notwendig, über die rechtseitige oder linksseitige Umgehung des Ortszent-rums in einem großen Bogen über einen Umweg von ca. 1 km auf dem Parkplatz zu gelangen. Entweder müssen Verbraucher über die Wittener Straße, über die Emscherallee oder die Arminiusstraße erhebliche Umwege zum Erreichen des Zentrums von Altdorstfeld fahren.

Bei der Öffnung des Dorstfelder Hellwegs würde diese Wegstrecke sich auf ca. 100 m verkürzen. Zudem wären die in diesem Bereich des Dorstfelder Hellwegs liegenden Geschäfte, wie Bäcker, Lotto-Totto, Sparkasse, Cafe und Pizzeria wieder unmittelbar erreichbar.
Zudem wäre der o.g. Parkplatz wieder ohne Umwege über die Wittenerstraße und Sachsenwaldstraße erreichbar.

Es ist allgemein bekannt, dass Verbraucher, die mit einem Fahrzeug zu ihrem Einkauf fahren von der Inanspruchnahme der Kaufeinrichtungen zurückschrecken, wenn deren Er-reichbarkeit durch komplizierte Wegstrecken behindert wird.
Es ist zu befürchten, dass die derzeitige verkehrliche Anbindung potentielle Verbraucher aus dem Bereich Rheinische Straße vor der Nutzung des neuen Marktes und damit auch von der Nutzung der übrigen Geschäfte im Ortskern als Dorstfeld abschreckt und diese nicht als Kunden gewonnen werden können. Dies wird die Wirtschaftlichkeit des Projektes Vollsortiementer auf dem Frehrich-Gelände zumindest beeinträchtigen.

Die Bezirksvertretung möchte mit ihrem diesem Beschluss deutlich machen, dass sie bereit ist, jede Maßnahme zu unterstützen, die die wirtschaftliche Sicherung der Geschäfte in Alt-Dorstfeld gewährleistet.

Nachdem die Landesregierung, vertreten durch den zuständigen Minister, zugesichert hat, dass eine Öffnung des Dorstfelder Hellwegs nicht an möglichen Kosten im Rahmen der Rückzahlung von gewährten Infrastrukturmitteln scheitert, sind projektgefährdende Kostenauswirkungen durch Rückzahlungsansprüche des Landes NRW nicht zu befürchten. Die für die Öffnung des Dorstfelder Hellwegs notwendigen Umbaumaßnahmen können aus dem Haushalt geleistet werden.


Verantwortlich: