Rosemarie Liedschulte: „Eine Fassade, hinter der es Nichts zu sehen gibt“
 
In der letzten Woche wurde der erste
  Geschäftsbericht des Familien-Projektes
  vorgestellt. Neben allerlei erfolgten Maß-
  nahmen, ist auch die Rede von Maßnahmen,
  die in der Zukunft umgesetzt werden sollen.
  Die CDU-Fraktion sieht die Arbeit des
  Familien-Projektes als nicht ganz so effektiv an, wie es dargestellt wird.



Dazu Rosemarie Liedschulte, Sprecherin im Kinder- und Jugendausschuss:
„Bereits vor Monaten haben wir im Kinder- und Jugendausschuss das Handlungsprogramm des Familien-Projektes in einer Vorlage, die in der nächsten Ratssitzung beschlossen werden soll, vorgestellt bekommen. Neben vielen Worthülsen werden Maßnahmen aufgezählt, die von anderen Stadtämtern durchgeführt werden, wie beispielsweise Kulturdezernat und Gesundheitsamt. Besonders amüsant wird es dann, wenn die Rede ist vom Ausbau der Offenen Ganztagsschulen und Ganztagsangebote der Sekundarstufe I. Hier hat unser OB, der sich damit rühmt kinderreichste Stadt zu sein, leider aus dem Auge verloren, dass viele Schulen aufgrund ihrer maroden Situation gar keine Nachmittagsbetreuung zulassen.“



Ebenfalls angedacht ist es vom Familien-Projekt die Entwicklung in punkto „Familie und Beruf verbinden“ voranzutreiben. In der Vorlage zum Handlungsprogramm ist auch die Rede von „Familienfreundlichen Unternehmen“. Die CDU-Fraktion sieht in dieser Hinsicht noch sehr großen Handlungsbedarf bei der Stadt.



Liedschulte weiter:
„Die CDU hatte bereits zweimal einen Antrag gestellt der vorsah, für die Beschäftigten der Stadt Dortmund eine Kinderbetreuung einzurichten, denn wir sehen es als eine wichtige Voraussetzung zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, dass Unternehmen eine Betriebskinderbetreuung anbieten. Diese Vereinbarkeit sollte auch den städtischen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen angeboten werden. Leider zeigte sich rot/grün in dieser



Hinsicht bisher nicht sehr kooperativ. Entweder kamen die vorgeschlagenen Räumlichkeiten nicht in Frage oder, die Wortwahl des Antrags entsprach nicht ihren Vorstellungen. Also Familie und Beruf verbinden und familienfreundliche Unternehmen fördern, aber bitte nicht im eigenen Haus. Für mich stellt sich das Familien-Projekt als eine Fassade dar, die sich nach außen hin schön anblicken lässt, hinter der es aber Nichts zu sehen gibt, außer viel leeres Gerede. Wenn die Stadt Dortmund als kinderreichste Stadt glänzen will, dann doch bitte durch Taten und nicht durch leeres Gerede.“ 


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