Stadt soll Sanitärräume am Straßenstrich selbst errichten


 


 Die CDU-Fraktion will neuen Schwung
 in die festgefahrene Situation auf dem
 ehemaligen EDG-Betriebshof an der
 Bornstraße bringen. Die Idee eines
 Koppelgeschäftes, einen potenziellen
 Entwickler der Brachfläche mit der
 Errichtung von Sozialräumen für die Prostituierten
an der Ravensberger Straße zu beauftragen, habe
sich scheinbar als nicht realisierbar erwiesen, sagt
Gerda Horitzky, CDU-Ratsmitglied aus der
Nordstadt.



Die CDU-Fraktion wird in der nächsten Sitzung des Planungsausschusses beantragen, den Käufer der Gesamtfläche von der Pflicht zur Errichtung der Sanitäranlagen zu befreien und den Kaufpreis für das Grundstück neu zu verhandeln, sollte sich ein schneller Baubeginn einschließlich der Sozialräume nicht realisieren lassen. Die Stadt müsse dann notfalls selbst dafür sorgen, die hygienische Situation auf dem Straßenstrich zu verbessern. Der EDG-Betriebshof an der Bornstraße sei schon lange ein Schandfleck, der dringend beseitigt werden muss, so Horitzky.


 


Im gleichen Anlauf will die CDU-Fraktion einen Vorschlag zur besseren Steuerung und Kontrolle des „Freiersuchverkehrs“ unterbreiten. Das ständige Kreisen der Autos im Karree Bornstraße, Juliusstraße, Ravensberger Straße, Mindener Straße würde dazu führen, dass immer mehr „Damen“ ihre Dienstleistung auch an der Hauptverkehrsstraße Bornstraße anbieten würden. Dies hätte die Folge, dass es aufgrund von plötzlichen Abbremsens der Freier häufig zu Beinahe-Unfällen komme.


 


 Als Alternative böte sich die
 Abpfostung der Juliusstraße oder der
 Mindener Straße mit gleichzeitiger
 Errichtung eines Wendehammers an. 
 Damit wäre der Rundlauf unterbrochen
 und die Suchverkehre würden nicht
 ständig den Hof des ansässigen Holzhändlers
an der Juliusstraße zum Wenden missbrauchen,
so der verkehrspolitische Sprecher Knud Follert.

Von Polizei und Ordnungsamt verlangt CDU-Ratsvertreterin Horitzky, die Kontrollen kurzfristig zu verschärfen und die Prostituierten von der Bornstraße fernzuhalten und in die Ravensberger Straße zu verweisen.


 


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