Antrag zur Sitzung der BV Brackel am 16. August 2007

Sehr geehrter Herr Bezirksvorsteher,

die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Brackel bittet um Aufnahme des nachfolgenden Antrages in die Tagesordnung:

Die Bezirksvertretung Brackel fordert die Verwaltung auf ein Jugendparlament für den Stadtbezirk Brackel einzurichten.
Die erste Zusammenfindung (Sitzung) soll zu Beginn des Schuljahres 2008/09 erfolgen.

Begründung:
Die jungen Menschen und deren Situation sind im Stadtbezirk Brackel besonders in den letzten 12 Monaten häufig Gegenstand von Gesprächen gewesen. Leider wurde häufig über Jugendliche gesprochen, jedoch wurden fast nie die Jugendlichen in die Gespräche mit einbezogen.
Anstelle der Befassung von Älteren mit der Jugend sollten wir diesen Jugendlichen mehr Achtung zukommen lassen und sie partizipieren lassen. In den kleineren Kommunen im Umland Dortmunds, wie Unna oder Hagen, hat sich jeweils ein Jugendrat bzw. Jugendparlament etabliert. Daher bietet es sich an, dieses Projekt auch in Brackel zu starten. Neben einer größeren Wertschätzung dieser Altersschicht, wird auch ein Beitrag zu einem verantwortungsvollen sozialen Umgang gestärkt und eine unmittelbare Heranführung an das Leben und Arbeiten in einer demokratischen Gesellschaft erlernt. Der im Jahre 2004 in Brackel unternommene Versuch eines Dialogkreises mit Jugendlichen ist bis heute nicht realisiert, jedoch immer noch aktuell und sinnvoll.
Da das erst vor wenigen Jahren initiierte gesamtstädtische Do-Forum schon seit Langem nicht mehr tagt, ist es aus gerade aus aktuellen Gründen nötig, dieses Feld besonders für Jugendliche wieder neu zu beleben. Ratsam ist hier eventuell ein Blick in die Nachbarstädte, um von deren Konzepten und Delegationsverfahren zu profitieren.
Ein mögliches Aufgabenspektrum könnte ein Beteiligungsverfahren bei Ausstattung von Kinderspielplätzen und Schulhöfen, Einsatz von zusätzlichen Bussen bei Schülerüberfüllung, Überprüfung von Geschäften und Einrichtungen auf ihre Kinder- und Jugendfreundlichkeit, Arbeit gegen politischen Extremismus, Entwicklung eines „Teen-Stadtplans“, und eine Partizipation an allen anderen kinder- und jugendpolitischen Themen sein.
Die Beteiligungsaktion am geplanten Jugendspielplatz Wambeler Rennweg im Juni 2007 hat gezeigt, dass Jugendliche und Heranwachsende bei ihren direkten Anliegen zu interessieren und zu mobilisieren sind!


Verantwortlich: