Tigges: „Gedenktafel für „Schmuddel“ wird zur Pilgerstätte linker und rechter Chaoten“

Die CDU-Fraktion befürchtet mit der Errichtung einer Gedenktafel für den am Ostermontag 2005 getöteten Punker „Schmuddel“, dass eine neue Pilgerstätte für die extrem linke- und rechte Szene in Dortmund entstehen wird. Der Punker ist damals von einem 17-jährigen Neonazi mit mehreren Messerstichen in der U-Bahn-Haltestelle Kampstraße ermordet worden.

Jörg Tigges, Vorsitzender der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Innenstadt-West:
„Nachdem wir uns mit Vertretern der Polizei und dem Ordnungsamt über dieses Thema unterhalten haben, ist unsere Befürchtung für eine neue Pilgerstätte extremistischer Gruppierungen bestätigt worden.
Wir haben deshalb in der Sitzung der Bezirksvertretung Innenstadt-West am 22. August 2007 einen Antrag zur Aufhebung der Errichtung einer Gedenktafel gestellt.
Denn auch die Dortmunder Ordnungshüter sind der Meinung, dass für die linken wie auch der rechten Chaoten eine neue Kultstätte gegründet wird.
Wir müssen hier vor allem an die Sicherheit der Dortmunder Bürger denken.“

Die CDU will mit dem Verzicht auf eine Gedenktafel nicht die Ermordung von „Schmuddel“ vergessen machen, sondern, dass die Sicherheit für die Bewohner und Gäste unserer Stadt gewährleistet wird. Die Befürchtungen der CDU, dass ein Mahnmal zu Versammlungen von rechts- und linksextremen Gruppen führen kann, sind in diesem Fall nicht von der Hand zu weisen.

„Da SPD und Grüne unseren Antrag bereits abgelehnt haben, zeigt vor dem Hintergrund der linken und rechten Aufmärsche am vergangenen Wochenende, dass hier falsch entschieden worden ist.
Rot/Grün will sich zum einen an die Spitze setzen, um rechtsradikale Aufmärsche zu verbieten, verfehlt es aber auf der anderen Seite, einen neuen Gefährdungspunkt in unserer Stadt zu verhindern,“ so Jörg Tigges.


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