Udo Reppin: „Ankündigungen des OB sind Luftblasen“



  Die CDU-Fraktion nennt den Bettelbrief
  der Schuldezernentin Waltraud Bonekamp
  für eine tägliche Portion Obst und Gemüse
  ein „Armutszeugnis“ im wahrsten Sinne des
  Wortes. Gerade erst sei der Haushaltsentwurf
  2008/2009 eingebracht, und schon halte die
  Stadt bei privaten Unternehmen die Hand auf,
so die Kritik von Udo Reppin, finanzpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion.


 



Reppin erinnert in diesem Zusammenhang an die vollmundige Rede des Oberbürgermeisters Langemeyer, der Kinderarmut als neues Handlungsfeld entdeckte, um politische Akzente zu setzen. „Schön, dass dem Oberbürgermeister auch schon aufgefallen ist, dass nicht alle Kinder mit einem Apfel oder eine Möhre in die Schule kommen. Es stellt sich aber die Frage, warum er dies zwar erkennt, jedoch nichts dagegen tut“, so der CDU-Finanzsprecher.



Im Haushalt sei nämlich nicht zu erkennen, dass auch nur ein Euro mehr für die Bekämpfung der Kinderarmut zur Verfügung gestellt werden soll. Von daher sei die Ankündigung des Oberbürgermeisters, Kinderarmut wirksam bekämpfen zu wollen, nach Meinung der CDU-Fraktion eine reine Luftblase.


Wenig überzeugt zeigt sich Udo Reppin auch von einem möglichen Erfolg des Spendenaufrufs. Die Schuldezernentin musste im August bereits  zugeben, dass ein erster Sponsorenaufruf für Obst und Gemüse für Dortmunder Kinder wenig Zuspruch gefunden habe. Vor diesem Hintergrund will die CDU-Fraktion auch nicht das fehlende Fingerspitzengefühl der grünen Dezernentin verhehlen.


 


„Der Umgang mit der Wirtschaft scheint Frau Bonekamp immer noch fremd zu sein. Selbst wenn man von der Sinnhaftigkeit des Briefs überzeugt ist, dann darf man ihn nicht als Serienbrief durch den Kopierer jagen, sondern sollte ihn schon persönlich unterschreiben“, gibt Reppin der Dezernentin abschließend einen Ratschlag in gutem Benehmen.


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