Antrag zur Sitzung der BV Brackel am 31. Januar 2008

Änderung des Bebauungsplans BR 174

Sehr geehrter Herr Vorsitzender,

die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Brackel bittet um Aufnahme des nachfolgenden Antrages in die Tagesordnung:

Die Bezirksvertretung Brackel spricht sich dafür aus, den rechtsverbindlichen Bebauungsplan Brackel 174 (Gewerbegebiet Asseln-Süd) mit seiner bisherigen Zielsetzung aufzuheben bzw. in Teilen zu ändern.
Die bisherigen Planungsziele (Sicherung und Erweiterung von Gewerbebetrieb sowie Wohnbebauung) stehen überwiegend im klaren Widerspruch zum aktuell gültigen Dortmunder Flächennutzungsplan, der für die in Frage kommende Fläche größtenteils Landwirtschaft vorsieht. Daher soll dort zukünftig im südlichen Teil des Bebauungsplans als Planungsziel Landwirtschaft anstelle von Gewerbegebietsflächen ausgewiesen werden.
Die umfangreichen Erschließungsstraßenkörper sind daher obsolet und müssen umgeplant werden.
Eine durchgehende Wander- und Radwegeverbindung vom Kreuzungsbereich Osterschleppweg/Steinbrinkstraße zur nordwestlichen Ecke bei Webershohl/Am Grünen Ufer ist zu sichern.
Die Verwaltung wird um Prüfung sowie gegebenenfalls auch um Umsetzung gebeten, ob im vereinfachten Änderungs-Verfahren (§ 13BauGB) eine Überarbeitung von BR 174 möglich ist.

Begründung:
Der Bebauungsplan stammt aus dem Jahre 1992. Die Rahmenbedingen die zur Aufstellung führten haben sich komplett geändert bzw. ein Teil des Bebauungsplan hat das Stadium der Funktionslosigkeit erreicht. Die Firma Pohlschröder ist dort nicht mehr aktiv und benötigt daher keine Potenzialflächen mehr. Folgenutzungen sind bisher aufgrund der Nähe der Wohnbevölkerung und der damit verbundenen Lärmprobleme auch nur von kurzer Dauer gewesen. Zusätzlich erschwerend kommt hinzu, dass sich die privaten Grundstückseigentümer einer gewerblichen Nutzung des Areals bzw. einem Verkauf der Flurparzellen verschließen. Somit ist eine weitere Nutzung der Fläche als Gewerbegebiet unrealistisch.
Der aus dem Jahre 2004 stammende Flächennutzungsplan bestimmt für den BR 174 u.a. eine landwirtschaftliche Nutzung. Dieses Vorhaben ist schon lange politischer Wille im Stadtbezirk Brackel und würde mit der Anpassung des Bebauungsplans nur mit der Realität gleichziehen.
Der kleine östliche Bereich für Wohnbebauung soll planerisch weiterhin gesichert bleiben!
Um eine für die Bewohner und ihr Freizeitverhalten im grünen Freiraum günstigere Nutzung zu ermöglichen, ist der Verzicht auf die Straßenbauwerke und die jetzigen Zielsetzungen nötig.


Verantwortlich: