Thomas Bahr: „Straßenstrich darf nicht ausfransen!“

Obwohl sich die Bezirksvertretung Innenstadt-Nord für eine Erweiterung des Sperrbezirks am Rande der Ravensberger Straße ausgesprochen hat, kommt die Verwaltung dieser Forderung nicht nach.
Die CDU in der BV Innenstadt Nord fordert nach wie vor den in der Bezirksvertretung beschlossenen Antrag umzusetzen, die Straßenprostitution auf die Ra-vensberger Straße zu beschränken. Die CDU akzeptiert nicht, dass auch auf der Julius- und Mindener Str., in Verbindung zur Bornstraße, Straßenprostitution geduldet wird.

„Damit verlässt die Verwaltung den gemeinsamen Konsens, die Straßenprostitution auf die Ravensberger Straße zu beschränken und ein ausfransen auf die Mindener- und Juliusstraße, sowie darüber hinaus in die Wohnviertel, zu verhindern. Die CDU fordert die Verwaltung auf, auch weiterhin die Pufferzone zwischen Bornstraße und Ravensberger Straße aufrecht zu halten“, so Thomas Bahr, Vorsitzender der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord.

Eine Duldung bis und sogar auf der Bornstraße wird die Belastung für die Anlieger und das Umfeld absehbar verstärken.
Eine Verstetigung der Straßenprostitution vor den Betrieben der dort ansässigen Einzelhändler will die CDU Nord nicht. Die ansässigen Betriebe beschweren sich schon heute über die Prostituierten vor ihren Läden.

Die Verdrängung von ca. 50 Prostituierten aus den Wohnstrassen um den Schleswiger Platz zur Ravensberger Straße trugen 2001 die Akteure der Nord-stadt sowie sämtliche Parteien mit. Über mehrere Jahre konnte und wollte die Ordnungsverwaltung die illegale Straßenprostitution auf den Straßen, vor Spielplätzen und auf Schulwegen, in Hauseingängen und vor den Geschäften, nicht unterbinden. Die von den unmittelbar betroffenen Anwohnern eingeleitete Verdrängung der Prostituierten zur Ravensberger Straße war eine in der Nordstadt akzeptierte Lösung.

„Es kann nicht sein, dass jede Gastronomie wegen zu lauter Musik geschlossen wird, aber Prostitution innerhalb des Sperrbezirks nicht verfolgt wird.
Aus den ehemals 80 Prostituierten sind entgegen aller Vorhersagen selbsternannter Fachleute jetzt mehr als 500 geworden.
Wenn die Ravensberger Straße jetzt zu beengt ist, muss die Verwaltung über einen weiteren Standort nachdenken, aber nicht in der Nordstadt“,
so Thomas Bahr abschließend.


Verantwortlich: