Leserbrief

Es ist schon erstaunlich, dass mit der SPD im Stadtbezirk Hombruch keine sachlichen Gespräche mehr geführt werden können. Insbesondere, dass das BV-Mitglied Meurer und das SPD-Ratsmitglied Krämer-Knorr die vorgelegten Daten nicht lesen können oder lesen wollen, oder bewusst falsch zu interpretieren.

Wenn sachliche Argumente – vorgetragen in der Sitzung der BV Hombruch am 6.5.2008 – zu dem Ergebnis führten, überhaupt eine Geschwindigkeitsbegrenzung einzuführen, diese dann aber auf maximal 300 Meter zu begrenzen, so will man nunmehr die genannten Zahlen nicht wahrhaben und versuchen in der August-Sitzung mit einer nochmaligen Abstimmung ein anderes Ergebnis zu erzielen.

Alles schon dagewesen nichts wirkliches Neues, was von der SPD kommt, denn in der letzten Sitzung stellte die CDU den sinnvollen Antrag, den Rat zu bitten, die Straßenreinigungssatzung zu überarbeiten. Die SPD argumentierte, dass man den Antrag ablehnen solle weil er von der CDU gestellt wurde, dann aber den gleichlautenden Antrag von der SPD zu stellen. Erst tumultartige Zustände in der BV führten schließlich zum Einlenken der SPD.
Ja ist denn schon Wahlkampf, oder warum liegen die Nerven nicht nur bei der SPD in Hombruch so blank. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Doch zurück zu den Unfallzahlen. In der Sitzung der BV wurde durch die CDU vorgetragen, dass im Jahr 2006 auf dem Straßenstück zwischen Bozener Straße und Kirchhörder Straße insgesamt 11 Unfälle mit verletzten Personen geschehen sind, im Folgejahr 2007 passierten insgesamt 6 Unfälle – also in beiden Jahren zusammengenommen 17 Verkehrsunfälle mit Personenschaden.

Übrigens in der Neuberechnung der Unfalldaten durch die Polizei, die der SPD vorliegen, geht es nur um 16 Unfälle mit verletzten Personen. Die von mir vorgestellten Zahlen wurden also um einen Unfall reduziert.
Sicherlich ist jeder Unfall einer zuviel und wir sollten dafür sorgen, dass Unfälle vermieden werden.

Aber gleich mit Kanonen auf Spatzen zu schießen, wie es die SPD vor hat, ist der falsche Weg. Von den nunmehr 16 Verkehrsunfällen mit Personenschaden in zwei Jahren ist in Wirklichkeit nur ein Verkehrsunfall geschehen auf Grund unangemessener Geschwindigkeit – denn nur diese Unfälle können und sollen durch eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h vermieden werden.

Der Vollständigkeit halber sollte hier noch vermerkt werden, dass die übrigen 15 Unfälle mit Personenschaden geschehen sind durch falsches Einbiegen, Fahren unter Alkoholeinwirkung, Unfall auf dem Edeka-Parkplatz und Auffahrunfälle durch unzureichenden Sicherheitsabstand.

Die Hagener Straße ist neben der B 54 eine der Hauptverbindungsstraßen aus dem südlichen Bereich in die Dortmunder Innenstadt. Die zulässige Geschwindigkeit von 50 km/h wird regelmäßig durch Einsatz von Radargeräten überwacht und in der Hauptverkehrszeit sind höhere Geschwindigkeiten auf Grund der Verkehrsdichte kaum zu fahren, eher das Gegenteil ist der Fall.

Aus den zuvor genannten Gründen hält die CDU Fraktion eine Reduzierung auf 30 km/h für einen Bereich von 300 Metern für vollkommen ausreichend, so wie in der Sitzung am 6.5.2008 gemeinsam von allen Fraktionen einstimmig beschlossen und nicht nur von der CDU und FDP, sondern auch von der SPD und den Grünen in der BV Hombruch.

Übrigens wäre das Ratsmitglied Frau Krämer-Knorr bei einer der bisherigen 36 Sitzungen der BV Hombruch anwesend gewesen oder hätte das Sitzungsprotokoll vom 6.5.08 aufmerksam gelesen, so hätten sich die Differenzen in den Unfallzahlen von selbst erledigt.
Es wurden meinerseits keine Bagatellunfälle oder leichten Unfälle mit Sachschaden in die Bewertung einbezogen, denn was hat ein abgefahrener Seitenspiegel, ein Unfall auf dem Parkplatz oder ein Unfall durch rückwärts Ausparken oder ein Auffahrunfall vor einer Ampelanlage mit dem Thema Geschwindigkeit zu tun?


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