Zusatzantrag zu TOP 11.10 in der Sitzung der
BV Brackel am 28. August 2008

Fläche Ebbinghausstraße, Pleckenbrink und Kortschstraße (ehemals Garten der Generationen)

Die Bezirksvertretung Dortmund-Brackel beschließt:

  1. Die von der Bezirksvertretung für die Realisierung des „Garten der Generationen“ vorgesehenen Mittel in Höhe von 56.644 Euro werden wieder frei. Die Verwendung der frei gewordenen Restmittel bleibt einem weiteren Beschluss der Bezirksvertretung Brackel vorbehalten.
  2. Die Verwaltung wird beauftragt die Entwicklung der Fläche wie folgt vorzubereiten:
  • Der südliche Teil der Fläche ist für eine Bebauung mit Mehrgenerationenwohnen, Seniorengerechten Wohnen od. ähnliche Zielsetzungen vorzusehen. Dabei sollen auch Anbote für betreutes Wohnen Berücksichtigung finden.
  • Auf dem nördlichen Teil der Fläche ist eine gehobene öffentliche Parkanlage zu errichten. Bei der Realisierung ist auf die Planungen der Machbarkeitsstudie des „Garten der Generationen“ zurückzugreifen.
  • Maximal die Hälfte der Gesamtfläche steht für eine Bebauung entsprechend II. 1. zur Verfügung. Die andere Hälfte der Fläche ist für die gehobene öffentliche Parkanlage zu verwenden.
  • Der Flächennutzungsplan der Stadt Dortmund ist für den südlichen Teil der Fläche entsprechend den planerischen Vorgaben zu II. 1. zu ändern.
  • Der entsprechende Bebauungsplan BR 173 ist für den südlichen Teil der Fläche entsprechend den planerischen Vorgaben zu II. 1. zu ändern.
  • Der Erlös aus dem Verkauf der südlichen Teilfläche ist für die Realisierung der öffentlichen Parkanlage auf dem nördlichen Teil der Fläche zu verwenden.
  • Die Realisierung der Vorhaben auf dem südlichen und nördlichen Teil der Fläche soll parallel erfolgen.

    Begründung:
    Die Bezirksvertretung Brackel hatte beschlossen die Verwaltung zu beauftragen auf der in Rede stehenden Fläche die Realisierung eines „Garten der Generationen“ vorzubereiten und entsprechende Förderanträge zu stellen (Investitionsvolumen ca. 1.200.000 Euro). Aus ihrem Budget hat die Bezirksvertretung Brackel für die Realisierung 56.644 Euro vorgesehen.
    Mittlerweile ist klar, dass eine Förderung des Projektes durch Land, Bund und EU nicht erfolgen wird. Eine alleinige Finanzierung aus städtischen Mitteln ist nicht möglich.
    Die Fläche ist ca. 30.000 m2 groß und befindet sich im städtischen Eigentum. Die Fläche liegt seit Jahren brach und ist verwildert. Ein Zugang ist zur Zeit nicht möglich. Die besondere Nähe des südlichen Teils der Fläche zum Wickeder Ortskern ist besonders hervorzuheben.
    Das durchschnittliche Alter der Bevölkerung im Stadtbezirk Brackel ist im Stadtvergleich hoch. Gleiches gilt für Wickede. Ferner ist Wickede einer der Sozialräume, für die im Rahmen des Aktionsplanes „Soziale Stadt“ besonderer Handlungsbedarf besteht. Hier ist insbesondere die in der Nähe zur Fläche befindliche Großsiedlung Meylantstraße hervorzuheben. Vor diesem Hintergrund ergibt sich die Notwendigkeit für eine zukunftsweisende und innovative Gestaltung der Fläche.
    Mit einer Realisierung für Seniorenwohnen, Mehrgenerationenwohnen oder ähnl. wird dem demographischen Wandel im Stadtbezirk Dortmund Brackel Rechnung getragen. Es besteht die Chance einen zukunftsfähigen Standort zu entwickeln, der Strahlkraft über Wickede hinaus besitzt.
    Die Realisierung einer gehobenen öffentlichen Parkanlage schafft weitere, attraktive Grünflächen im Wickeder Zentrum. Zusammen mit der bestehenden Kleingartenanlage entsteht ein großer, zusammenhängender Grünzug. Dieser verbindet den Wickeder Ortskern mit den Agrarflächen nördlich von Wickede, die bis auf Unneraner Stadtgebiet reichen. Ferner ist die gehobene öffentliche Parkanlage ein Baustein im Rahmen des Aktionsplanes Soziale Stadt. Auf bereits existierende Planungen des „Garten der Generationen“ ist Rückgriff zu nehmen, um zum einen die auf dem südlichen Teil der Fläche berücksichtigten demographischen Erwägungen auch auf dem nördlichen Teil der Fläche zu spiegeln und zum anderen die Ergebnisse der mit städtischen Mitteln finanzierte Machbarkeitsstudie des „Garten der Generationen“ einer Verwendung zuzuführen.
    Um sowohl für die Bebauung als auch für die öffentliche Parkanlage ausreichende Flächenpotentiale zu gewährleisten, erscheint des sachgerecht die Fläche jeweils zur Hälfte den beiden planerischen Zielen zur Verfügung zu stellen.
    Um zu gewährleisten, dass auch die öffentliche Parkanlage zeitnah realisiert wird, ist es notwendig, die erforderliche Finanzierung sicherzustellen. Aus diesem Grund ergibt sich die Notwendigkeit den Veräußerungserlös des südlichen Teils der Fläche für die Realisierung der Parkanlage auf dem nördlichen Teil der Fläche zu verwenden.
    Die Änderung des Flächennutzungsplanes und in der Folge des bestehenden Bebauungsplanes BR 173 (vgl. § 8 II BauGB) sind erforderlich, weil beide Pläne zur Zeit die in Rede stehende Fläche als Grünfläche ausweisen.


    Verantwortlich: