Für die CDU-Fraktion ist die Berichterstattung in den Medien über die Problematik der Bürger zum Thema „Rote Erde will expandieren“ nicht objektiv genug. Die Bürger werden bei den Sitzungen der Bezirksvertretung Innenstadt-West deshalb nicht angehört, weil die SPD und die Grünen schon im Jahr 2004 einen Antrag der CDU abgelehnt haben, eine Bürgersprechstunde einzuführen. Ebenso wurde ein neuer Versuch der CDU-Fraktion in Zusammenarbeit mit der Ratsfraktion der CDU zu mehr Bürgerbeteiligung in der Sitzung des Bezirkparlaments, im Mai 2008 wiederum von SPD und Grünen abgelehnt.

„Wir haben immer wieder versucht, eine Bürgersprechstunde einzurichten, um den Leuten eine geordnete und transparente  Möglichkeit zu geben, ihre Probleme anzusprechen. Dass SPD und Grüne dies bisher vehement abgelehnt haben, zeigt die Priorität dieser beiden Fraktion, wie mit den Problemen der Anwohner im Stadtbezirk umgegangen wird. Der Bürger soll nur dann Sprechen dürfen, wenn es den Genossen genehm ist. Ein Anspruch auf Rede, wie sie die Bürgersprechstunde vorsieht, ist nicht gewollt. Das ist für mich zutiefst undemokratisch. Schließlich sind wir der einzige Stadtbezirk in Dortmund, der keine Bürgersprechstunde vor den Sitzungen der Bezirksvertretung hat“, so Jörg Tigges, Vorsitzender der CDU-Fraktion Innenstadt-West.

In den anderen 11 Dortmunder Bezirksvertretungen werden 30 Minuten vor Beginn der Sitzungen Bürgersprechstunden abgehalten, wo sich jeder interessierte Anwohner über seine persönlichen Belange äußern kann.

„Die CDU-Fraktion hatte in der Vergangenheit selbst eine Einwohnerfragestunde eingerichtet. Die erste Bilanz hatte gezeigt, dass die Bürger in unsrem Stadtbezirk eine solche Möglichkeit gerne annehmen. Nur kann die CDU auch zusammen mit der FDP keinem Bürger etwas versprechen, da Rot/Grün leider immer noch die Mehrheit in der Bezirksvertretung besitzt. Wir möchten dem Bürger schon die Möglichkeit geben, sich alle Fraktionsmeinungen anzuhören, damit auch einmal klar wird, wer gegen die Belange der Bürger und Bürgerrinnen im Stadtbezirk Innenstadt-West entscheidet. Nämlich nicht die CDU-Fraktion“, so Jörg Tigges abschließend.


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