Frank Hengstenberg: „Sierau schießt neues Eigentor“


  Die CDU-Fraktion lehnt die Errichtung
  einer Spielhalle als Ersatz für die
  gescheiterte Lidl-Ansiedlung in der Evinger
  Mitte kategorisch ab. CDU-Fraktionsvor-
  sitzender Frank Hengstenberg kann den
  Ärger des Gummersbacher Investors Martin
  Metgenberg zwar verstehen, macht als Hauptschuldigen für die jetzige Situation aber Stadtdirektor Ulrich Sierau aus.



Zum Hintergrund: ohne jegliche Rechtsgrundlage verweigerte Sierau im Jahr 2002 die Errichtung eines Discounters der Lidl-Kette mit der fadenscheinigen Begründung, das Vorhaben sei zentrenschädlich. Der Fall landete vorm  Landgericht, Metgenberg bekam Recht und machte Schadensersatz gültig. Aus politischer Eitelkeit heraus akzeptierte SPD-Mann Sierau das Urteil jedoch nicht und legte Einspruch ein. Mittlerweile beläuft sich die Schadenersatzforderung auf 4 Mio. Euro, die derzeit vor dem Oberlandesgericht verhandelt wird.


Die CDU-Fraktion bewertet den neuen Vorschlag der Verwaltung, statt des Lidls plötzlich eine Spielhölle zuzulassen, als geradezu absurd. Wenn die Verwaltung jetzt ausführen würde, der Standort sei aufgrund seiner „Drive-In“-Gastronomien und der Tankstellen besonders geeignet für Spielhallen, so sei das an Lächerlichkeit und Hilflosigkeit nicht mehr zu überbieten, so der CDU-Fraktionsvorsitzende. Hengstenberg, der Vorsitzender des Planungsausschusses der Stadt Dortmund ist, weist gerne darauf hin, dass der komplette Ausschuss inklusive SPD und Grüne die Spielhölle sich zwar in Las Vegas, nicht aber in Eving vorstellen wollte.


Hengstenberg weiter: „Bei allem Ärger, den Herr Metgenberg jetzt verspürt: Die Politik  als schizophren zu beschimpfen, stellt die Sache auf den Kopf. Nicht wir, sondern die Planungsverwaltung unter Führung von Herrn Sierau hat ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Man kann nur hoffen, dass der SPD-Oberbürgermeisterkandidat im kommenden Wahlkampf nicht noch mehr solche Eigentore schießt und der Stadt damit erheblichen finanziellen Schaden zufügt.“


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