Antrag zur Sitzung der BV Brackel
am 12. März 2009

Hochwasserschutz um Körne und ehemaligen Brackeler Flugplatz

Sehr geehrter Herr Vorsitzender,

die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Brackel bittet um Aufnahme des oben genannten Tagesordnungspunktes und um Stellungnahme (Berichterstattung) durch die Verwaltung in der BV-Sitzung:

  1. Warum ist es bei der Bauleitplanung zum Bebauungsplan BR 203 bisher nicht zu einer Berücksichtigung und Abwägung des vorgeschriebenen Hochwasser- und Überschwemmungsschutzes nach geltendem BBauG und WHG (Wasserhaushaltsgesetz) gekommen, obwohl
    • die Körne in unmittelbarer Nähe fließt,
    • die Brackeler Aalbecke, der Asselner Bach und der Buscheisiepen dort existieren und Wasser führen,
    • es dort sehr sumpfig war bzw. ist,
    • mehrer Teiche und Feuchtbiotope existieren,
    • die dortigen Böden kaum Versickerung zulassen,
    • der Grundwasserspiegel teilweise lediglich bis zu 130 cm unter der Oberfläche liegt und
    • die bisher angestrebte Versiegelung um weitere 6% zunehmen soll?
  2. Welche Situation ist aufgrund der vorliegenden historischen Überschwemmungsdaten von Körne und anderen dortigen niederen Gewässern bei einem extrem starken Hochwasser (HQ 100) auf dem geplanten Bebauungsplangebiet BR 203 gegenwärtig ermittelt?
  3. Sollte sich erweisen, dass sich die Sachlage negativ bei einer Überschwemmung nach einem HQ100 darstellt, ist es überhaupt noch möglich, alle geplanten Ziele des Bebauungsplans BR 203 aufgrund des Aussagen im WHG (§ 31a) umzusetzen?
  4. Sind die aktuell vorgesehenen Versickerungs-, Kanalisationsanlagen und Angerflächen wie in der Vorlage 11974-08 dargestellt, auch für ein zukünftiges extremes Hochwasser (HQ100) genügend dimensioniert, wie es beispielsweise in Marten 2008 auftrat, ohne das Gebäude oder Personen zu schaden kommen werden?

Verantwortlich: