Hengstenberg: „Vorgänge wie im Tollhaus“


 FABIDO macht wieder einmal von sich
 reden, nur diesmal mit Unregelmäßigkeiten
 bei Bar- und Scheckzahlungen. Die in 23
 Einrichtungen durchgeführten Kassen-
 bestandsaufnahmen beispielsweise ergaben
 in nur vier Fällen eine Übereinstimmung des
 Kassensoll- mit dem Kassenistbestand. 
Mängel bei der Begründung der Ausgaben, der Buchung,
Lesbarkeit und Ablage der Belege sind nur ein Teil der
Unstimmigkeiten, die das Rechnungsprüfungsamt
aufgedeckt hat. Frank Hengstenberg, Vorsitzender der
CDU-Fraktion, findet die Vorgänge bei FABIDO in
keinster Weise akzeptabel und fordert umgehende
Aufklärung. Und auch das Verhalten der Betriebsleitung
und der Grünen-Dezernentin empfindet Hengstenberg
mehr als anmaßend gegenüber allen Fraktionen.



„Ich bin ehrlich gesagt bestürzt darüber, mit welchen Methoden der Eigenbetrieb FABIDO seine Buchhaltung handhabt, und mit welcher Arroganz und Ignoranz sowohl Betriebsleitung, als auch die Grünen-Dezernentin der Politik gegenüber treten“, so Hengstenberg. „Jedes Unternehmen ist dazu verpflichtet, eine ordentliche Buchführung vorzulegen. Wenn es dann sogar Steuergelder sind, für die Belege abgeben werden müssen, dann erwarte ich neben Sorgfalt auch den entsprechenden Respekt, mit diesen Geldern umzugehen. Der Kauf von Sekt oder CD-Radios gehört meiner Meinung nicht dazu. Das weder Betriebsleitung noch Dezernentin es dann für nötig halten, eine Stellungnahme zum Rechnungsprüfungsbericht abzugeben – trotz Erinnerung und Fristverlängerung – ist in seiner Impertinenz kaum noch zu übertreffen.“


Hengstenberg macht den Einrichtungen keinen Vorwurf, die Gelder falsch eingesetzt oder verbucht zu haben, sondern mahnt die Betriebsleitung an, die entsprechenden Richtlinien über die Verwaltung, Verwendung und Abrechnung mit Bargeld nicht weitergereicht zu haben.


 „Ich weiß nicht, ob in den Einrichtungen ein Informationsdefizit vorherrscht, weil die Betriebsleitung Informationen nicht weitergereicht hat oder, weil sie es selbst nicht besser weiß. Fakt ist aber, dass FABIDO seit März 2005 existiert und diese mangelhaften Buchungsvorgänge von diesem Zeitpunkt an bestehen. Stellt sich mir doch die Frage, ob FABIDO selbst diese Buchungsvorgänge als normal betrachtet hat oder, ob diese Buchungsvorgänge erst gar nicht geprüft wurden. Einst ist auf jeden Fall klar: in der freien Wirtschaft hätte dieses sture und unkooperative Verhalten der Betriebsleitung und die permanent auftretenden Unruhen schon Rücktrittsrufe oder zumindest Rufe nach Veränderung nach sich gezogen. Ich kann nur hoffen, dass entsprechende Veränderungen bei FABIDO schnell für Ruhe und Klarheit bei den Mitarbeitern sorgen“, so Hengstenberg abschließend.


Verantwortlich: