Liedschulte: „Mehr Geld muss her“

 In der Sitzung des Rates am
 18.12.2008 wurden überplanmäßige
 Mehraufwendungen für die Bereiche
 Heimerziehung und intensive
 sozialpädagogische Einzelbetreuung
 beschlossen. Die Deckung wurde von
 den Fachbereichen Schulverwaltungsamt,
dem Dezernatsbüro 7 und dem
Familienprojekt übernommen. Begründet
wurde dieser Mehraufwand durch einen
erheblichen Anstieg der Betreuungsfälle im
Bereich Erzieherische Hilfen. Die CDU möchte
in der morgigen Sitzung des Kinder- und
Jugendausschusses zu der finanziellen
Situation im Bereich Erzieherische Hilfen
geklärt wissen, wie die finanzielle Zukunft in
diesem Bereich aussieht.



„So traurig es ist, aber immer mehr Kinder und Jugendliche sind auf sozialpädagogische Einzelbetreuung angewiesen, werden in Heimen betreut oder durch Organisationen, die sich den Vernachlässigungen und Misshandlungen von Kindern und Jugendlichen annehmen“, so Liedschulte. „Noch trauriger ist es allerdings, dass dem Jugendamt gerade in dem Bereich Erzieherische Hilfen ein nicht ausreichender Etat zur Verfügung steht, so dass die Gelder von anderen Ämtern eingetrieben werden müssen. Wir möchten in der morgigen Sitzung des Kinder- und Jugendausschusses die finanzielle Situation – speziell für die nächsten Jahre – geklärt haben. Laut Statistik sind die Fälle in den Bereichen Heimerziehung und intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung in den letzten Jahren stetig gestiegen. Damit man dieser Entwicklung entgegentreten kann, muss schon jetzt eine adäquate finanzielle Planung in diesen Bereich stehen, damit auch künftig eine ausreichende Versorgung der Kinder und Jugendlichen gewährleistet ist.“


Liedschulte bemängelt, dass eine absehbare Situation scheinbar nicht rechtzeitig wahrgenommen wurde und jetzt nach Lösungen gesucht werden muss, wie man die notwendigen Leistungen erbringt und Vertragspartner bezahlt.


„Wir müssen jetzt daran arbeiten, Kindern und Jugendlichen eine Grundlage zu schaffen, die sie oft aus dem Elternhaus her nicht kennen. Denn das, was in frühen Jahren versäumt wird, wird dem späteren Erwachsenen ein Leben lang begleiten. Die notwendige finanzielle Unterstützung sollte dabei eine Selbstverständlichkeit für eine Stadt darstellen. Denn die Menschen, die in dieser Stadt leben, sind schließlich auch ein Aushängeschild dafür, was in einer Stadt erreicht werden kann. Kinder und Jugendliche zu schützen und zu schätzen sollte immer oberste Priorität haben. Und wenn manche Eltern diese Rolle schon nicht übernehmen, dann sollte man dankbar dafür sein, dass diese Aufgabe von anderen Menschen wahrgenommen wird. Aber dann sollte auch die entsprechende finanzielle Rückendeckung vorhanden sein“, so Liedschulte abschließend.


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