Hengstenberg: „Interessen aller müssen berücksichtigt werden“


  Der Streik der Erzieherinnen geht in die
  nächste Runde und die städtischen
  Kindertageseinrichtungen bleiben weiterhin
  geschlossen. Die CDU sieht dringenden
  Handlungsbedarf, endlich den Beschäftigten
  entgegen zu kommen und die Eltern aus der
  unangenehmen Situation zu befreien, dass sie für ihre Kinder keinen Betreuungsplatz bekommen.



Dazu Frank Hengstenberg, Vorsitzender der CDU-Fraktion:
„Ich kann die Erzieherinnen nur darin unterstützen, sich für den seit langem fälligen Gesundheitstarif-vertrag einzusetzen. Die Arbeit in einer Kindertageseinrichtung ist ein Knochenjob. Wer selbst Kinder hat, kann sich vielleicht vorstellen, wie anstrengend und fordernd es ist, gleich eine ganze Kindergruppe über mehrere Stunden zu betreuen. Man darf aber in der jetzigen Situation nicht die Probleme der Eltern bzw. Alleinerziehenden übersehen, die dringend darauf angewiesen sind, dass ihr Kind betreut wird. Und nicht jeder, der jetzt keinen Platz in einer Notfallgruppe bekommt, hat Oma oder Opa zu Hause oder kann es sich erlauben, einfach selbst zu Hause zu bleiben.“


Hengstenberg fordert in der jetzigen Situation mehr Feingefühl. Es müssen die Interessen der Erzieherinnen berücksichtigt werden, auf der anderen Seite dürften aber die Eltern nicht im Regen stehen gelassen werden, gerade jetzt, wo Arbeitsplatzangst bei fast jedem Einzug hält.


„Wir lesen mittlerweile fast täglich in der Zeitung, welches Unternehmen schließt und wie viel Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren oder in die Kurzarbeit müssen. Deswegen kann sich gerade jetzt keine Mutter oder Vater erlauben, beim Arbeitgeber dadurch aufzufallen, dass man aufgrund der Kinder zu Hause bleiben muss oder vielleicht verspätet zur Arbeit kommt. Natürlich ist ein Streik immer dann am effektivsten, wenn er am meisten weh tut. Aber diesen Trumpf gerade jetzt auszuspielen, wo Menschen Angst um ihre Existenz haben, finde ich nicht sehr feinfühlig und passend. Was jetzt dringend her muss, sind mehr Notfallgruppen, so dass zumindest die Eltern, die auf ihren Job angewiesen sind, einen Betreuungsplatz für ihr Kind bekommen. Ich hoffe und wünsche mir sehr, dass am Ende dieses Streiks alle Beteiligten mit einem zufriedenen Lächeln wieder ihre Arbeit aufnehmen können. Darüber hinaus sollte man nicht vergessen, dass auch die Kinder momentan zu den Leittragenden gehören, und dass kann doch von keinem gewollt sein“, so Hengstenberg abschließend.


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