CDU kritisiert rot-grüne Kündigung von landwirtschaftlichen Flächen


 Die CDU-Fraktion sieht den
 Erhalt der dörflichen Strukturen in
 Grevel als dauerhaft gefährdet an. Der
 planungspolitische Sprecher der CDU,
 Ratsmitglied Knud Follert, wollte
 verhindern, dass einem Greveler Landwirt
 zum wiederholtem Male der Pachtvertrag für
eine landwirtschaftlich genutzte Fläche
gekündigt wurde. SPD und Grüne jedoch
widersetzten sich dem Antrag der CDU und
beschlossen das Ende des Pachtvertrages.



Follert befürchtet, dass der Landwirt in seiner wirtschaftlichen Existenz gefährdet wird und die Kernaussagen des Dorfentwicklungsplanes Grevel, nämlich der Erhalt der ländlich und landwirtschaftlich geprägten Strukturen konterkariert wird. Er weist darauf hin, dass der Landwirt in den vergangenen Jahren bereits Kündigungen für fast 28 ha erhalten hat.


Hintergrund des Streits zwischen CDU auf der einen und SPD und Grünen auf der anderen Seite ist eigentlich eine Vorlage zum Bau des Phoenix-Sees. Weil am zukünftigen See Bäume weichen müssen für die geplante Wohnbebauung, müssen sogenannte Waldersatzflächen geschaffen werden. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, die Waldersatzfläche in der Gemarkung Grevel auf der Pachtfläche des Landwirts vorzunehmen.


Der Landwirt hatte sich jedoch im Vorfeld an die CDU gewandt mit der Bitte, sich für einen andere Waldersatzfläche stark zu machen. In der Bezirksvertretung Scharnhorst wurde dies dann am 05.05.2009 auch auf Antrag der CDU-Fraktion einstimmig beschlossen.


Follert kann nicht verstehen, warum SPD und Grüne im Rat diesem einstimmigen Wunsch der Bezirksvertretung nicht gefolgt ist. „Was bleibt, ist wieder mal der fade Beigeschmack, dass ein sinnvoller Vorschlag nur deshalb nicht beschlossen wurde, weil der von der CDU kam,“ ist sich Follert sicher.


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