Die CDU-Fraktion erneuert ihre
 Forderung, dass Ende 2005
 ausgelaufene Quartiersmarketing für
 das Brückstraßenviertel zu erneuern.
 Die jüngste „Razzia“ des
 Ordnungsamtes habe gezeigt, dass ein
 hauptamtlicher „Kümmerer“ rund um das
Konzerthaus nach wie vor notwendig sei, so
CDU-Fraktionsvorsitzender Frank
Hengstenberg.

Der Sondereinsatz von Polizei und Ordnungsamt sei zwar richtig gewesen, um die Abwärtsspirale im Viertel zu stoppen. Insofern seien die Ordnungsbehörden weiter aufgefordert, regelmäßig Kontrollen durchzuführen. Es habe sich jedoch gezeigt, dass die positive Entwicklung, die insbesondere auch auf den damaligen Quartiersmanager Cramer zurückzuführen war, zu früh gestoppt wurde.


Bereits im Jahr 2007 habe es folglich im Bereich der unteren Brückstraße ähnliche Probleme wie heute gegeben. Alkoholexzesse, Missachtung der Sperrzeitenverordnung und aggressives Betteln seien auch damals an der Tagesordnung gewesen.


Aus diesem Grunde hatten die Christdemokraten im Mai 2007 im Rat gefordert, das Quartiersmanagement erneut aufleben zu lassen. SPD und Grüne hatten seinerzeit die Forderung der CDU jedoch abgelehnt mit der Begründung, dass es sich hierbei um ein ausdrückliches ordnungspolitisches Problem handele, welches durch einen Quartiersmanager nicht gelöst werden könne.


Schon damals bezeichnete Hengstenberg die Argumentation von SPD und Grünen als fadenscheinig und verwies auf die Quartiersmanager am Borsigplatz, am Hafen, am Nordmarkt sowie an der Rheinischen Straße. Auch in den vier genannten Quartieren gäbe es ordnungspolitische Probleme, die mit den jüngsten Ereignissen der Brückstraße durchaus vergleichbar seien.


Aufmerksam macht Hengstenberg die Äußerung des Konzerthausintendanten Benedikt Stampa, der gehört haben will, dass der neue Rat das Quartiersmanagement wieder aufleben lassen wird. “Woher Herr Stampa seine Informationen hat, weiß ich nicht“, so Frank Hengstenberg. Die CDU-Fraktion wird jedoch in der ersten Sitzung des neuen Rates – dann hoffentlich mit anderen Mehrheiten – die Wiedereinführung des Quartiersmanagement per Antrag beschließen lassen.


Die finanziellen Mittel hierfür sollen in einer privat-öffentlichen Partnerschaft aus dem städtischen Haushalt sowie aus Zuschüssen der Gewerbetreibenden vor Ort zusammengetragen werden.


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