Sauer: „Theaterdirektorin Pesch lehnt sich zu weit aus dem Fenster!“


 Kritisch reagiert die CDU-
 Fraktion auf den Alleingang der
 geschäftsführenden Direktorin des
 Dortmunder Theaters, Bettina Pesch,
 zu den Plänen über einen Neubau der
 „Jungen Bühne Westfalen“.



„Mir ist nicht bekannt, dass der Kulturausschuss eine Architektin gebeten hat, eine Machbarkeitsstudie für das Theater zu erstellen. Die Aussage von Frau Pesch entspricht hier nicht den Tatsachen“, erklärt Manfred Sauer, kulturpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion.
„Wir wollen schon lange die große Lösung am Theater. Das Kinder- und Jungendkulturzentrum muss in unmittelbarer räumlicher Nähe zu Oper und Theater errichtet werden. In diesem Zusammenhang sind dann auch die Werkstätten und Lagerräume des Theaters zu erweitern. Ebenso ist die marode Situation der Logistik für das gesamte Theater in die Neuplanung mit ein zu beziehen. Dazu müssen wir zeitnah einen europaweiten Architektenwettbewerb für eine optimale Lösung ausschreiben und keinen Schnellschuss wie von Frau Pesch gefordert“, so Sauer.


Für die CDU ist die Umgestaltung des Theatergeländes ein städtebaulich bedeutsamer Ort. Zumal auch ermittelt werden muss, wie das Gebäude des Gesundheitsamtes zu integrieren ist. Deshalb ist der Vorstoß von Frau Pesch zwar gut gemeint, aber leider der falsche Ansatz. Mit der Kulturhauptstadt 2010 im nächsten Jahr sind sämtliche Fördergelder ausgeschöpft, so dass frühestens ab 2011 wieder neue Projekt gefördert werden können. Denn ohne Fördermittel ist es nicht möglich, solch ein Projekt am Theater umzusetzen, weiß Manfred Sauer.


Ebenso sollte der neue Rat nach der Kommunalwahl und der künftige Kulturausschuss über ein Lösung am Theater entscheiden. Die Vorstellung von Frau Pesch beinhaltet lediglich eine unzureichende Gebäudeplanung. Die CDU erwartet allerdings, dass sich die kommenden Ratsmitglieder für eine komplette Überplanung des gesamten Theaterkomplexes entscheiden und hierfür die Ergebnisse aus einem europaweiten Architektenwettbewerb abwarten.


„Frau Pesch hat sich hier zu weit aus dem Fenster gelehnt. Weder ist ein Projekt „Junge Bühne Westfalen“ mit den verantwortlichen Akteuren abgestimmt worden, noch ist die grundsätzliche Idee aus Ihrer Feder entsprungen. Eine Neuplanung des Theaterstandortes muss ganzheitlich abgestimmt werden,“ so Manfred Sauer abschließend.


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