Liedschulte: „Die Wahl ist gelaufen, jetzt fällt die Maske“


 Die Ankündigung von Kämmerin
 Uthemann, dass auf die Stadt
 Dortmund ein Haushaltsloch von 80
 bis 100 Millionen Euro zukommt, löst
 große Bestürzung aus bei der
 jugendpolitischen Sprecherin der CDU-
 Fraktion, Rosemarie Liedschulte. Denn mit
der Ankündigung zu extremen
Sparmaßnahmen ist auch klar, dass das
Jugendamt die Arbeit in vielen Bereichen nur
noch auf Sparflamme leisten kann. Selbst
Dezernentin Bonekamp schlägt jetzt Alarm
und macht deutlich, dass Sie nichts einsparen
kann, statt dessen aber mehr Geld braucht.



Dazu Rosemarie Liedschulte:
„Die Wahl ist gerade mal zwei Tage her, da lässt Kämmerin Uthemann die Katze aus dem Sack und kündigt an, dass durch ein zu erwartendes bis 100 Millionen schweres Haushaltsloch auch beim Jugendamt extremste Sparmaßnahmen greifen müssten. Nur, dass diese Forderung quasi die „Handlungsunfähigkeit“ des Jugendamtes bedeutet, scheint hier nicht bedacht zu werden. Mehr als traurig und gleichzeitig beschämend finde ich auch die Tatsache, dass SPD die letzten Monate stillschweigend verbracht hat, obwohl sie schon längst über die finanzielle Situation bescheid wussten. Dass der neue SPD-OB Sierau sich nun auch noch hinstellt und behauptet, er habe von all dem nichts gewusst, ist eine feige Lüge. Denn schließlich saß er jede Woche mit im Verwaltungsvorstand. Entweder hat er die ganze Zeit seinen Job nicht richtig gemacht oder er war so sehr mit seinem Wahlkampf beschäftigt, dass ihm alles andere egal war.“


Noch in der letzten Sitzung des Kinder- und Jugendausschusses hatte die CDU die Frage nach der Haushaltssituation – speziell bei den Jugendhilfediensten – gestellt und diese nur lapidar beantwortet bekommen. Jetzt ist für die CDU klar, dass sowohl Jugenddezernentin Bonekamp, als auch die Amtsleitung einen Maulkorb verpasst bekommen haben.


„Wenn man dieses Szenarium jetzt nicht selbst miterleben würde, würde man es wahrscheinlich als schlechtes Schmierentheater abtun. Seit nunmehr drei Jahren machen wir – wie auch Verdi – darauf aufmerksam, dass das Jugendamt am Minimum seiner finanziellen und personellen Leistungskapazität angekommen ist. Die Situation wurde bis heute von Rot/Grün ignoriert, denn noch immer stellen Mitarbeiter Überlastungsanzeigen. Die Dummen in diesem Stück sind schnell ausgeguckt: Dezernentin Bonekamp und Amtsleitung Jugendamt müssen zusehen, wie sie das Personal beruhigt und die Rechnungen bezahlt bekommen. Bleibt nur zu hoffen, dass das Jugendamt trotz Einsparungen nicht zu einem düsteren Schauplatz wird, an dem es weder Mitarbeitern Spaß macht zu arbeiten, noch Kinder oder Jugendliche dabei auf der Strecke bleiben“, so Liedschulte abschließend.


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