Christiane Krause: „Müssen den Anwohnern Alternativen anbieten“

 Der Idee von Ordnungsdezernent
 Steitz, in der Dortmunder
 Nordstadt einen sog. „Sauf-Raum“
 einzurichten, steht die CDU-Fraktion
 durchaus positiv gegenüber.
 Christiane Krause, ordnungspolitische
 Sprecherin der CDU, begrüßt jede
 Maßnahme, die eine positive Änderung der
momentanen Situation im Norden herbei
führt. Der „Sauf- Raum“ könnte, so Krause,
ein erster Schritt sein, um die Lebensqualität
im Dortmunder Norden für Anwohner zu
steigern. Zumal dort auch ein
niederschwelliges Angebot für Sozialberatung
stattfinden soll.



Dazu Krause:
„Menschen, die täglich übermäßig Alkohol konsumieren, findet man – so traurig dies auch ist – mittlerweile in jeder Stadt vor. Doch vom Negativreden beseitigt man dieses Problem nicht. Statt dessen muss gehandelt werden! Wir sollten uns in Dortmund nicht zu fein sein Projekte zu übernehmen, die in anderen Städten erfolgreich sind. Die Idee von Ordnungsdezernent Steitz, einen „Sauf-Raum“ einzurichten, ist  zumindest eine Chance, etwas zu ändern. Ein generelles Alkoholverbot im öffentlichen Raum ist rechtlich zur Zeit nicht durchsetzbar und Alkoholkonsumierende Menschen halten sich dort auf, wo sie auch wohnen und wo sie in Gruppen zusammen stehen können. Wir werden es also kaum schaffen, diese Menschen aus der Nordstadt zu vertreiben, damit sie sich in anderen Stadteilen einfinden, um dort verteilt an Trinkhallen oder Spielplätzen ihrem Konsum nachzugehen. Ein „Sauf-Raum“ böte die Möglichkeit, dass sie sich weiterhin mit Gleichgesinnten in ihrem unmittelbaren Wohnumfeld treffen können ohne, dass Anwohner sich belästigt, bedrängt oder gar verängstigt fühlen.“


Krause weist aber auch darauf hin, dass der Standort für einen solchen „Sauf-Raum“ in der Nordstadt sensibel bedacht werden muss. Darüber hinaus sollte beim Anpacken der Alkoholproblematik auch die Problematik rund um den „Arbeiterstrich“ mit aufgegriffen werden. Denn auch diese in großen Gruppen stehenden Menschen machen vielen Anwohnern Angst.


„Wenn ein „Sauf-Raum“ installiert werden sollte, dann muss natürlich auch ein Standort gefunden werden, der andere Anlaufpunkte nicht negativ beeinflusst. Beispielsweise wäre von einem Standort am Nordmarkt eher abzuraten, denn dadurch müsste das neu eröffnete Café bald schon wieder schließen, blieben doch die Kunden weg. Wir müssen uns vor Augen führen, dass wir das Alkoholproblem nicht aus der Nordstadt verbannt bekommen. Unsere Aufgabe sollte es aber sein Lösungsansätze zu finden, die dieses Problem minimieren. Der „Sauf-Raum“ wäre ein solcher Ansatz, dem man eine Chance einräumen sollte. Denn mir persönlich wären Alkoholkonsumierende Menschen in einem Raum zusammen lieber, als verteilt auf öffentlichen Plätzen, vor Kiosken oder auf Spielplätzen“, so Krause abschließend.


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