Rosemarie Liedschulte: „Babyklappe rettet Leben!“

 Nachdem sich der Ethikrat für
 die Abschaffung der Babyklappen
 stark macht, unterstützt die CDU-
 Fraktion die Meinung der Chefärzte
 des Klinikum Dortmund, die
 Babyklappen auf jeden Fall zu
 erhalten. Rosemarie Liedschulte, kinder- und
 jugendpolitische Sprecherin der CDU-
Fraktion, sieht in dieser Einrichtung einen
wichtigen Baustein, um Leben zu schützen
und aushilfslosen Müttern Hilfen zu bieten.



Dazu Liedschulte:
„In der Dortmunder Babyklappe sind in den letzten zehn Jahren vier Säuglinge abgegeben worden. Das sind vier wertvolle Leben, die von ihren Müttern etwas Einmaliges mit auf den Weg bekommen haben. Nämlich die Möglichkeit, ihr Leben zu leben. Wie hilflos und verzweifelt sich eine Mutter fühlen muss, die ihr Neugeborenes in eine Babyklappe gibt, kann ich mir nicht annähernd vorstellen. Als Mutter selbst weiß ich, wie groß die Liebe ist, die man seinem Kind gegenüber empfindet, hält man es das erste mal auf den Armen. Dass die Mütter, die ihre Kinder in eine Babyklappe geben, ebenfalls diese starke Liebe empfinden müssen, zeigt allein die Tatsache, dass sie ihr Kind dort abgeben und nicht – wie schon so oft in Deutschland  geschehen – irgendwo auf der Straße entsorgen. Und das wiegt mehr, als die Tatsache, dass diese Kinder irgendwann einmal auf die Frage ihrer Herkunft keine Antwort bekommen.“


Für Liedschulte ist die Babyklappe eine unverzichtbare Einrichtung, gerade in einer Großstadt wie Dortmund, in der immer mehr Menschen in eine sozial ungesicherte Zukunft rutschen.


„Ob wir etwas für ethisch richtig oder falsch halten – in erster Linie sollte der Schutz neugeborenen Lebens im Vordergrund stehen. Und eine Babyklappe erfüllt genau diesen Schutz. Wir leben mittlerweile in einer Zeit, in der Menschen mit Ängsten wie Arbeits- und Wohnungslosigkeit und Armut umgehen müssen. Oft wissen diese Menschen bei einer Schwangerschaft nicht, wie sie ihr Kind versorgen sollen, wo sie es kaum bei sich selbst schaffen. Und auch Schwangere, die selbst noch „Kinder“ sind, sehen in ihrer Situation oft nur Hoffnungslosigkeit. Dass eine Einrichtung, wie die Babyklappe, solchen Menschen einen Ausweg bietet, ist moralisch nicht verwerflich, sondern erfüllt im Grunde ein Grundbedürfnis – nämlich das zu Leben “, so Liedschulte abschließend.


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