Christiane Krause: „Saufraum verhindert Ausbreitung der Alkoholiker-Szene“

 Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt möchte
 den Bürgerinnen und Bürgern in der Nordstadt
 endlich einen besseren Standard an
 Lebensqualität bieten. Daher beantragt sie
 in der nächsten Ratssitzung am 14. Januar,
 dass modellhaft für zunächst zwei Jahre eine
 kommunal finanzierte niederschwellige
 Aufenthalts- und Beratungseinrichtung für die
bisher öffentliche Alkoholiker-Szene nach Kieler Vorbild
einzurichten ist. Für Christiane Krause, ordnungspolitische
Sprecherin der CDU-Fraktion, ist dies ein dringend
notwendiger Schritt, um Chancen zu schaffen und
die negative Entwicklung aufzuhalten.



Dazu Krause:
„Wir haben schon wieder viel zu lange über eine Sache geredet, ohne dass etwas passiert ist. In der Dortmunder Nordstadt besteht ein dringender Handlungsbedarf, damit die dort ansässige Alkoholiker-Szene eingedämmt wird. Nicht nur, dass sich Bürgerinnen und Bürger belästigt und bedroht fühlen und Kinder nicht mehr die Spielplätze aufsuchen können, weil dort Ansammlungen von alkoholisierten Menschen anzutreffen sind. Auch für das Stadtbild von Dortmund ist die Nordstadt mittlerweile zu einer Art „Schandfleck“ mutiert, den man gerne ignoriert. Was dabei nur allzu oft vergessen wird ist, dass dort immer noch eine große Anzahl von Menschen leben, die in der Nordstadt ihre Wurzeln haben, dort immer gerne gelebt haben und sich endlich von der Stadt durch entsprechende Maßnahmen eine Aufwertung für ihren Stadtteil erhoffen.“


In Kiel findet der vor fünf Jahren eingeführte „Saufraum“ eine solch hohe Akzeptanz – sowohl von Nutzern, als auch von Anwohnern – dass dort in Kürze ein zweiter „Saufraum“ entstehen soll. Die Trinker-Szene, die sich sonst auf Kinderspielplätzen oder vor Trinkhallen aufgehalten hat, hat sich mittlerweile zerschlagen.


„Die Stadt Kiel zeigt uns ganz klar, dass das Modell erfolgreich angenommen wird und positive Entwicklungen zur Folge hat. Also gehen wir doch keinerlei Risiko ein, diese Einrichtung auch im Dortmunder Norden einzurichten. Wir müssen in der Nordstadt eine Einrichtung schaffen, die es möglich macht, den weniger Begünstigten in unserer Gesellschaft eine Chance zu geben. Ein „Saufraum“, in dem die Menschen neben dem Aufenthalt auch bei Bedarf Beratung für den Alltag erhalten, wäre sowohl für die Aufsuchenden, als auch für die Anwohner eine Steigerung der Lebensqualität in ihrem Stadtbezirk. Es wäre schön, wenn in der nächsten Ratssitzung mit unserem Antrag eine Basis dafür geschaffen werden könnte“, so Krause abschließend.


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