CDU drängt auf Einhaltung von Vollzugsregeln

 Dass mittlerweile eine Nordstadt-Initiative
 „Erlebenswertes Leben in der Nordstadt“
 darauf drängt, dass Prostituierte ihre
 Berufsbekleidung erst am Arbeitsplatz
 anziehen sollen, klingt auf
 der einen Seite nach einer eher schlechten
 Satire, zeigt aber auch, wie unerfreulich sich
 die Situation in der Nordstadt darstellt. Die CDU
ist verärgert darüber, weil sich die ganze Situation rund
um die Nordstadt positiver gestalten könnte, wenn die
Stadt gemäß ihrer Ortssatzung tätig würde.



Dazu Christiane Krause, ordnungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion:
„Dortmund hat eine Ortssatzung, die ganz genau bestimmt, was man darf und was untersagt ist. In der ordnungsbehördlichen Verordnung über die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in der Stadt Dortmund wurde unter anderem unter § 1 festgelegt, dass der Zweck dieser Verordnung die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung auf Straßen und in Anlagen ist. Demnach hat die Stadt dafür Sorge zu tragen, dass Prostituierte in der Nordstadt auf dem Weg zu ihrem Arbeitsplatz nicht leicht- bzw. provokativ gekleidet über die Straßen laufen. Denn immerhin gibt es Anwohner, Kinder und auch Kunden der im Norden ansässigen Gewerbetreibenden, die dieses Szenarium beim ersten Mal vielleicht ganz lustig finden, sich beim zweiten Mal aber gestört fühlen oder direkt Geschäfte in anderen Stadtteilen aufsuchen.“


Krause sieht für den Bereich Nordstadt das Ordnungsamt mehr denn je gefordert, damit die Menschen sich dort auch zukünftig mit ihrem Stadtteil identifizieren und sich dort wohl fühlen.


„Für eine Stadt wie Dortmund ist es ein Armutszeugnis, dass mittlerweile fast täglich Bürger eines Stadtteils laut darauf aufmerksam machen müssen, dass die Situation vor Ort immer unerträglicher wird. Die Stadt muss sich endlich mehr Mühe geben, den Verlauf der negativen Entwicklung im Norden zu stoppen. Die entsprechenden Vorgaben dafür sind vorhanden, die Umsetzung derselben läuft aber schleppend. Wenn die Bekämpfung der Zustände im Norden mit der gleichen Eifrigkeit verfolgt würde, wie in der Stadt „Knöllchen“ verteilt werden, dann könnte dort relativ schnell ein Erfolg erzielt werden“, so Krause abschließend.


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