Liedschulte: „Sofortige Aufstockung nicht durchführbar“ 

 „Das Versprechen von Dezernentin Bonekamp,
 die Jugendhilfedienste ab sofort um 8 Stellen
 aufzustocken, löst bei der CDU eher
 Bauchschmerzen, als große Freude aus.
 Das liegt daran, dass Rosemarie Liedschulte,
 jugendpolitische Sprecherin der CDU, den
 Umgang der Stadt mit dem Ressort der
 Jugendhilfedienste als grob fahrlässig einstuft
und weiß, dass eine sofortige Stellenbesetzung gar nicht
möglich ist.



„Sofort acht neue Stellen bei den Jugendhilfediensten zu schaffen wäre traumhaft“, so Liedschulte. „Gespannt bin ich nur darauf, wie Dezernentin Bonekamp das in die Tat umsetzen will. Hier wird wieder wissentlich mit den Hoffnungen der Mitarbeiter gespielt. Gerade der Bereich der Jugendhilfedienste erfordert eine gewisse Ausbildung im Umgang mit Eltern und Kindern. Ich kann mir nicht vorstellen, dass derzeitige Mitarbeiter der ARGE über diese Kenntnisse bzw. über diese Ausbildung verfügen. Eine Schulung solcher Mitarbeiter würde sich über viele Monate hinziehen, bis dann schließlich die Einstellungen erfolgen, ist auch schon mal gut ein Jahr vergangen. Zeit, in der die jetzigen Mitarbeiter weiterhin auf dem Zahnfleisch rutschen und mit letzten Kräften ihre Arbeit erledigen. Und Zeit, in der die Gewährleistung der Arbeit nicht mehr gegeben ist.“


Liedschulte ist erbost darüber, dass sich das Thema Unterbesetzung der Jugendhilfedienste bereits seit 2006 zieht. Schon damals gingen die Mitarbeiter auf die Barrikaden und machten auf die unhaltbaren Zustände aufmerksam. Aber erst sollte ein Gutachten Klärung über die wirklichen Personalbedarfe schaffen. Die dann eingestellten Mitarbeiter wurden leider nicht alle für die Arbeit in den Familien eingesetzt, sondern es wurde weitere Führungsebenen geschaffen.


„Die Zahlen zeigen deutlich, dass immer mehr Eltern, Kinder und Jugendliche die Unterstützung der Jugendhilfedienste benötigen“, so Liedschulte weiter. „ Mir ist es völlig unverständlich, dass man sich nicht im Vorfeld hinsetzt und die vorliegenden und statistisch erhobenen Zahlen auswertet und dementsprechend handelt. Wenn die Verwaltung allen Ernstes glaubt, dass sie jetzt, nur weil Verdi mit Recht auf die ständig eintrudelnden Überlastungsanzeigen aufmerksam macht, ARGE-Mitarbeiter zu Jugendhilfedienst-Mitarbeiter ummodellieren kann,  dann hat sie einfach ihre Arbeit nicht gemacht. Bleibt zu hoffen, dass die an ihre Grenzen gekommenen Mitarbeiter noch ein wenig durchhalten und der Personalpool in einem Jahr dann wirklich eine Menge an neuen geschulten Mitarbeitern hergibt.“


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