CDU: „Wie lange sind Bonekamp und Bösebeck noch zu halten?“


Schwere Vorwürfe erhebt die CDU-Fraktion gegen die grüne Jugenddezernentin Waltraud Bonekamp und ihren Jugendamtsleiter Ullrich Bösebeck. Innerhalb nur eines Tages seien zwei Fälle bekannt geworden, die die Frage aufwerfen, wie lange die Beiden noch zu halten seien, so die beiden Fraktionsvorstandsmitglieder Rosemarie Liedschulte und Dr. Jürgen Eigenbrod.



 Die Übergriffe auf einen fünfjährigen Jungen
 in einer Jugendfreizeitstätte im Dortmunder 
 Westen erregt die jugendpolitische Sprecherin
 der CDU-Fraktion Liedschulte. Für sie ist es
 völlig unverständlich, dass über einen längeren
 Zeitraum derartige Vorfälle unter Aufsicht von
 Mitarbeitern des Jugendamtes geschehen
 konnten. Es sei beschämend, dass
Jugendamtsleiter Ulrich Bösebeck die Vorgehensweise
der Mitarbeiter in der Einrichtung in einer
derartigen verharmlosenden
Weise als völlig normal abtut.


Dazu Liedschulte:
„Ein Kleinkind wird über einen längeren Zeitraum von einem Jugendlichen in einer städtischen Freizeiteinrichtung sexuell missbraucht und Keinem fällt dies auf, alleine das ist schon unfassbar. Dass die Mitarbeiter aber erst nach zehn Tagen, nach dem sie auf den Vorfall hingewiesen wurden, bei den Jugendhilfediensten und nach weiteren vier Tagen die Polizei informiert haben, ist in keinster Weise nachvollziehbar und zeigt, dass die Mitarbeiter mehr als leichtsinnig mit den Hinweisen anderer Kinder und Jugendlicher umgehen. Anstatt darauf zu warten, dass ein Handyvideo mögliche Details ans Tageslicht bringt, hätte hier sofort gehandelt werden müssen. Die Aussage vom Jugendamtsleiter Bösebeck, hier sei zeitnah gehandelt worden, ist an Verantwortungslosigkeit kaum noch zu überbieten. Denn diese verstrichenen zwei Wochen und die damit verbundenen Erlebnisse wird das Kind ein Leben lang nicht vergessen.“


Liedschulte will in der nächsten Sitzung des Kinder- und Jugendausschusses am 10. Februar 2010 einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag stellen und über die genauen Vorkommnisse informiert werden.


 Auch bei der Vergabe der Licht- und
 Tontechnik für das neue Freizeitzentrum
 West (FZW) hätten Bonekamp und Bösebeck
 kläglich versagt, sagt Dr. Jürgen Eigenbrod,
 Sprecher der Christdemokraten im
 Rechnungsprüfungsausschuss. In der Sitzung
 am Donnerstag konnte weder die
 Jugenddezernentin noch der Jugendamtsleiter
annähernd darlegen, warum sämtliche Bestimmungen
hinsichtlich einer korrekten Beschaffung der neuen
Technik unterlaufen wurden. Ausflüchte wie „ich kann
mir das nicht erklären, nehme aber alle Schuld auf
mich“ würden nicht dazu beitragen, zukünftig dermaßen eklatante Verstöße bei der Vergabe städtischer
Leistungen zu vermeiden.


Das der grünen Dezernentin Bonekamp unterstehende Jugendamt hatte die Beschaffung der FZW-Ausrüstung in geschätzter Höhe von fast 890.000 Euro ohne die Politik in die Wege geleitet, obwohl bei dieser Summe ausdrücklich ein Ratsbeschluss notwendig gewesen wäre. Eigenbrod erbost: „Der Rat bestimmt das Handeln der Verwaltung, nicht umgekehrt“.


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