Bei einem Besuch bei KOBER,
 Kommunikations- und Beratungsstelle für
 Prostituierte, an der Ravensberger Straße,
 konnten sich die CDU-Mitglieder im
 Sozialausschuss einen Überblick über die
 Arbeit der Mitarbeiter bei KOBER und die
 Situation vor Ort am Straßenstrich
 verschaffen. Dabei wurde schnell deutlich, an
welchen Stellen dringender Handlungsbedarf besteht.

„Der Straßenstrich im Dortmunder Norden zählt mittlerweile rund 600 Prostituierte, die an sieben Tagen die Woche dort ihrer „Arbeit“ nachgehen“, so die sozialpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Justine Grollmann. „Was allerdings für diese Frauen nicht vorhanden ist, sind sanitäre Räume, in denen sich die Frauen waschen, umziehen oder einfach nur zur Toilette gehen können. Einzig die Toilette im Container von KOBER, die aber nur von 18.00 – 22.00 Uhr vor Ort sind, und eine Toilette an der anliegenden Tankstelle stehen zur Verfügung, die aber bei weitem nicht ausreichen.“


Für die morgige Sitzung des Sozialausschusses wird die CDU die Aufstellung mindestens einer Toilettenanlage an der Ravensberger Straße fordern. In Dortmund sind bereits jetzt an verschiedenen Standorten Toilettenanlagen der Firma WALL, die für einen geringen Centpreis nutzbar sind, aufgestellt. Eine solche Toilettenanlage fordert die CDU auch für die Frauen vor Ort.


„Der Straßenstrich an der Ravensberger Straße ist für die Prostituierten ihr Arbeitsplatz – auch wenn das von Vielen in der Gesellschaft nicht recht akzeptiert wird. Den Frauen dort eine Toilette zur Verfügung zu stellen sollte eigentlich Pflichtaufgabe für die Stadt sein, was sie bis Ende 2007 auch war. Nur leider standen über 2007 hinaus im Sozialetat keine entsprechenden Haushaltsmittel mehr zur Verfügung, um  die angemietete Dixie-Toilette weiter zu installieren. Darüber hinaus könnten sich in einer solchen sanitären Anlage die Prostituierten umziehen und würden damit nicht mehr den Unmut der Anwohner in der Nordstadt auf sich ziehen. Macht man sich ein Bild von dem täglichen Besucherandrang vor Ort wird schnell klar, dass sich diese Toilettenanlagen durch die Aufstellung von entsprechenden Werbetafeln der Firma WALL finanzieren ließe. Und ich denke, die Werbung einer Kondomfirma wäre hier genau richtig platziert“, so Grollmann abschließend.


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