Liedschulte: „Ehrenamt muss jetzt stärker greifen“ 

 Als bestürzend findet Rosemarie Liedschulte,
 jugendpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion,
 die Tatsache, dass in Dortmund 27.000 Kinder
 in Armut leben. In Zeiten leerer Kassen
 unterstreicht Liedschulte ihre Forderung nach
 mehr bürgerschaftlichen Engagement, damit
 zumindest die Grundbedürfnisse der Kinder
 gedeckt werden.



„Es ist schon ein Armutszeugnis, dass wir in einem Industrieland leben und in Dortmund gut vier Prozent Kinderarmut vorherrscht“, so Liedschulte. „In Zeiten leerer Kassen ist es eine Sache zu überlegen, ob die Prioritäten bei der Geldausgabe anders gesetzt werden müssen. Wenn aber nun mal nicht ausreichend Geld vorhanden ist, dann muss nach Alternativen geschaut werden. Und eine Alternative ist für mich das bürgerschaftliche Engagement, dass jetzt viel mehr gefördert und gefordert werden muss.“


Liedschulte kann sich vorstellen, dass eine Stadt wie Dortmund eine Vorreiterposition einnehmen kann, indem man in verschiedensten Bereichen für Kinder auf ehrenamtliche Arbeit aufbaut.  Eine schlechte Schulbildung steht heutzutage für keine oder eine schlechte Berufsausbildung, und damit für die Wegebnung in die Armut, sieht Liedschulte. Ehrenamtlich tätige „Omis“ oder „Opis“ beispielsweise könnten schon früh beginnen, mit Kindern zu lernen und sie bei den Hausaufgaben betreuen, wie es vereinzelt schon stattfindet.


„Große Katastrophen zeigen uns immer wieder, dass wir Menschen zusammenhalten, wenn wir sehen, dass es anderen schlechter geht. Wir sind bereit zu geben, zu helfen und zu unterstützen. Wenn wir also dahin kommen, die Kinderarmut in unserer Stadt als eine Notlage anzusehen und den Menschen die Augen öffnen für die Bedürftigkeit der „Kleinen“, dann finden sich sicher auch Viele die bereit sind, entgeldfrei zu helfen. Wir haben in unserer Stadt so viele ältere Menschen, die ein Betätigungsfeld suchen, so viele Unternehmen, die bereit wären, auf irgend einer Art und Weise zu helfen und eine Menge weiterer Mitbürger, die bestimmt gerne für Kinder in dieser Stadt der Sache wegen aktiv werden würden. Wir müssen diese Menschen nur ansprechen und sie für die gute Sache gewinnen. Viele Bürger in Dortmund zeigen uns bereits jetzt, dass ehrenamtliche Arbeit und bürgerschaftliches Engagement eine gute Sache ist, bei dem es nur Gewinner gibt“, so Liedschulte abschließend.


Verantwortlich: