Seit August letzten Jahres darf in den
 gastronomischen Betrieben in der Innenstadt
 aufgrund der Sperrstunde nur bis 5 Uhr
 gefeiert werden. Die Gastwirte und
 Discothekenbetreiber müssen teils mehrere
 hundert Leute gleichzeitig auf die Straße
 schicken. Dies führt dann bei den zum 
 Teil stark angetrunkenen Besuchern zu
Streitigkeiten untereinander und auch zu
Vandalismusschäden. Die CDU-Fraktion im Ausschuss
für Bürgerdienste und öffentliche Ordnung fordert
in der nächsten Sitzung des Ausschusses eine
Lockerung der Sperrstunde, damit eine Entzerrung
des Aufkommens stattfindet.



„Eine Sperrstunden-Lockerung bzw. –Aufhebung sorgt dafür, dass die Menschenmassen nicht gleichzeitig auf die Straßen strömen“, stellt die ordnungspolitische Sprecherin der CDU, Christiane Krause, fest. „Wenn die Gäste um 5 Uhr vor die Tür gesetzt werden und in der Kälte stehen, sind sie zum einen über die abrupt abrechende Partynacht frustriert und zum andern stehen auch dann nicht ausreichend Taxis zur Verfügung, um die Gäste nach Hause zu bringen. Ein kontrolliertes Aufbrechen von so vielen Gästen kann in der Innenstadt nicht gewährleistet werden, selbst wenn Polizei und Ordnungsamt den Vorgang begleiten. Um hier eine Entzerrung des Besucheraufkommens nach 5 Uhr zu erzielen, muss eine Auflockerung bzw. Aufhebung der Sperrstunde eingeführt werden.“


Krause sieht nicht nur die geplatzte Partylaune der Gäste als Grund für eine Lockerung der Sperrzeit an, sondern auch den Schutz der Bewohner und ansässigen Geschäfte in der Innenstadt, die sich teils über Vandalismusschäden beschweren.


„Dass in Dortmund nur noch bis 5 Uhr gefeiert werden darf, kommt in der Szene nicht besonders gut an. Die vor die Tür gesetzten Gäste, die dann ab 6 Uhr wieder in die Gaststätte bzw. Discothek dürfen, reagieren mit Unverständnis und mit aggressiven und lautstarken Auseinandersetzungen – was dann schon mal an Gebäuden und Sachgegenständen ausgelassen wird. Auch wenn die Polizeikontrollen zwischen 5 und 6 Uhr seit dem Sommer verschärft wurden, gibt es immer noch Beschwerden von Anwohnern und Geschäftsinhabern, die sich über den nächtlichen Lärm auf den Straßen und Vandalismusschäden beschweren. Unseres Erachtens würde eine Lockerung der Sperrzeit Abhilfe schaffen und für eine Beruhigung der Situation sorgen. Düsseldorf hat uns bereits vorgemacht, dass die Abschaffung der Sperrzeit möglich und sinnvoll ist“, so Krause abschließend.


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