Den Vorschlag der Stadt, eine Sex-Steuer
 für Prostituierte einzuführen, findet bei der
 CDU große Zustimmung. Justine Grollmann,
 sozialpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion,
 sieht hier eine Maßnahme, die schon lange
 überfällig war.




Dazu Grollmann:
„Ein großes Anliegen von Prostituierten war immer, dass sie als Teil der Gesellschaft angesehen werden und nicht als Schandfleck der Stadt. Jetzt haben sie die Möglichkeit, mit dieser „Sex-Steuer“ ihre Teilhabe für das Gemeinwohl in Dortmund zu zeigen. Ich denke, mit der Einführung einer solchen Steuer würde eine „Win-Win-Situation“ entstehen. Zum einen für Prostituierte, die mit der Einführung der „Sex-Steuer“ auch gleich einen anderen Status bekämen, und für die Nordstadt, die davon profitiert, dass die Einnahmen komplett für Kinder- und Jugendarbeit in den Stadtteil fließen sollen. Darüber hinaus würde die Ausübung der Prostitution als berufliche Tätigkeit akzeptiert und die Prostituierten selbst würden in dieser Stadt ihren Beitrag für die Gemeinschaft und die gute Sache leisten.“


 Die ordnungspolitische Sprecherin
 der CDU, Christiane Krause, sieht jetzt
 aber den Einsatz der Ordnungspartnerschaften
 und der Polizei mehr denn je in der
 Nordstadt gefordert, um eine Verlagerung
 des Straßenstrichs zu verhindern.


Dazu Krause:
„Bei einer Einführung einer Sex-Steuer muss sehr darauf geachtet werden, dass der Straßenstrich sich nicht in Seitenstraßen des Dortmunder Nordens wieder findet, wo Anwohner und Kinder belästigt werden. Hier kann ich nur unsere Forderung und baldige Umsetzung nach mehr Ordnungspartnerschaften bekräftigen, damit im Norden eine „Schmuddelecke“ nicht verdrängt und in der nächsten Seitenstraße neu aufgezogen wird. Gerade vor dem Hintergrund, dass die Stadt in der Nordstadt längst überfällige Maßnahmen wie die Ausdehnung des Alkoholverbotes am Nordmarkt plant, kann man hier nur mit verstärktem Ordnungspersonal darauf achten, dass die Verbote auch eingehalten werden. Die Idee von der Stadt, einen Familienpark auf dem Nordmarkt zu installieren, halte ich zwar für sehr nett, denke aber, dass man die Probleme im Norden nicht dadurch löst, dass man den kompletten Stadtteil in eine große Spielwiese umgestaltet. Denn dadurch löst man keine Probleme, sondern verdrängt sie bzw. täuscht kurzfristig darüber hinweg, dass sie existieren.“


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