Tagesordnungspunkt
Übernahme von Auszubildenden der Stadt Dortmund

Sehr geehrter Herr Stadtdirektor,

im Wege der Dringlichkeit bittet die CDU-Fraktion um Aufnahme des o.g. Tagesordnungspunktes und stellt folgenden Antrag mit der Bitte um Beratung und Beschlussfassung:

Beschlussfassung:

  1. Der Rat der Stadt begrüßt den Vorschlag der Verwaltung, auch weiterhin im Rahmen von jährlich 100-120 Plätzen über Bedarf auszubilden, um einen Beitrag zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit zu leisten.
  2. Zum Ausgleich der altersbedingten Fluktuation sollen die städtischen Ausbildungsangebote in erster Linie im Bereich der sogenannten Kernverwaltung bzw. der klassischen Verwaltungsberufe vorgehalten sowie die Übernahme in unbefristete Beschäftigungsverhältnisse vorgesehen werden. Erst nachgeordnet sollen diese in den gewerblich-technischen Berufszweigen angeboten werden.
  3. Auszubildende, denen keine unbefristete Übernahme angeboten werden kann, werden befristet für ein Jahr übernommen, um ihnen eine berufliche Perspektive bieten zu können und keine Brüche in den Lebensläufen entstehen zu lassen.
  4. Die befristete Weiterbeschäftigung der Auszubildenden nach Beendigung ihrer Ausbildung erfolgt unter Einbindung der neu gegründeten Personalagentur sowie der Transfergesellschaft PEAG.
  5. Die Verwaltung wird aufgefordert, bei den vorgenannten Regelungen auch und gerade in haushaltsloser Zeit bzw. in Zeiten der Haushaltssicherung Einvernehmen mit der Aufsichtsbehörde herzustellen.

Begründung:

Die personelle Situation der Stadtverwaltung verschärft sich nicht nur durch den Alterungsprozess der Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Zusätzlich erhöhen auch Einstellungsstopps sowie die Nichtbesetzung frei werdender Stellen das Durchschnittsalter der städtischen Angestellten und Beamten.

Ziel einer aktiven und vorausschauend demographiefesten Personalpolitik muss es sein, dem aus dem demographischen Wandel resultierenden absehbaren Nachwuchs- und Fachkräftemangel durch Ausbildung und Nachwuchsgewinnung inklusive Traineeprogramm zu begegnen.

Um dieses Ziel zu erreichen, ist die Werbung um qualifizierten Nachwuchs zu verstärken und der Wettbewerb mit der Privatwirtschaft um qualifizierte Nachwuchskräfte eher noch zu intensivieren.

Dazu müsste im Grundsatz die Zahl der Auszubildenden und deren Übernahme in unbefristete Beschäftigungsverhältnisse frühzeitig erhöht, zumindest aber trotz finanzieller Engpässe stabilisiert werden, um einer absehbaren Überalterung der Verwaltung aufgrund des demographischen Wandels entgegenzuwirken. Die Zunahme der fluktuationsbedingten Altersabgänge muss zumindest durch Stabilisierung der Ausbildungszahlen und der Übernahme einer hinreichenden Zahl von Nachwuchskräften ausgeglichen werden.

An der Frage eines qualitativ hochstehenden und quantitativ ausreichenden Ausbildungsplatzangebotes entscheidet sich u.a. auch die Wettbewerbsfähigkeit der öffentlichen Dienstes und seine Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt.


Verantwortlich: