Thomas Pisula: „Vier Gleise jedoch nicht finanzierbar“

 Die CDU-Fraktion begrüßt den geplanten
 Ausbau der U-Bahnstation unter dem
 Hauptbahnhof. Hinsichtlich des Baus zweier
 weiterer Gleise treten die Christdemokraten
 jedoch auf das Bremspedal. „Die Verbreiterung
 der Bahnsteige sowie den Einbau weiterer
 Rolltreppen und Aufzüge machen wir mit.
 Ein drittes oder sogar viertes U-Bahngleis unter
dem Hauptbahnhof halten wir jedoch für nicht
finanzierbar“, so Thomas Pisula, planungspolitischer
Sprecher der CDU-Ratsfraktion.



Die Christdemokraten werden daher zur nächsten Sitzung des Planungsausschusses beantragen, dass lediglich die sogenannte „Baustufe 1“ weiterverfolgt wird. Mit ihr werden die Bahnsteigebene sowie die Verteilerebene ertüchtigt, zusätzliche Rolltreppen installiert und in der Mitte des Bahnsteigs ein weiterer Zugang sowie ein Aufzug geschaffen. Die Gesamtkosten des Maßnahmenpakets 1 belaufen sich auf etwa 25 Mio. Euro.


Alle weiteren Überlegungen zum Bau eines dritten, stadteinwärts führenden Gleises oder sogar der Bau eines weiteren vierten Gleises seien angesichts der dramatischen Haushaltslage und weiter rückgängiger Einwohnerzahlen in Dortmund Phantastereien, die in den Reißwolf gehören, sagt Pisula.


Das dritte und vierte Gleis würde insgesamt 65 Mio. Euro kosten. Das Argument der Verwaltung, bei Großvorhaben des ÖPNV über 50 Mio. Euro würden Bund und Land 90% der Kosten übernehmen, lässt die CDU-Fraktion nicht gelten. „Auch dann müsste die klamme Stadt immer noch 6,5 Mio. Euro in die Hand nehmen. Ganz zu schweigen von den Folgekosten, die die Stadtwerke als Betreiber des Stadtbahnnetzes übernehmen müssten“, so Pisula, der auch Mitglied des Aufsichtsrates der Dortmunder Stadtwerke ist.


Auch bei der architektonischen Ausgestaltung der „Baustufe 1“ sieht die CDU-Fraktion noch deutliche Verbesserungspotenziale zum Vorschlag des Stadtbahnbauamtes. „Es ist unbestritten, dass die jetzigen Sichtbeziehungen zwischen Verteilerebene und Bahnsteigen zu wenig transparent sind“, sagt Pisula. Dies dürfe im Umkehrschluss, wie von der Verwaltung geplant, jedoch nicht bedeuten, dass zwischen Verteilerebene und Bahnsteigebene in Teilen keine Decke eingezogen und somit das Herabwerfen von Gegenständen ermöglicht werde. „Bierflaschenschlachten zwischen rivalisierenden Fangruppen bei Fußballspielen über zwei Ebenen hinweg sollten wir möglichst vermeiden“, so Pisula. Immerhin sei der nunmehr geplante Ausbau des Bahnsteigs nicht nur dem täglichen Betrieb, sondern insbesondere auch dem erhöhten Personenaufkommen bei Großveranstaltungen wie Fußballspielen geschuldet.


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