Thomas Pisula: „Zwei Spuren sind ein Schildbürgerstreich“

 Die CDU-Fraktion kritisiert den
 geplanten Rückbau der Lindemannstraße
 von vier auf zwei Fahrspuren. „Die
 Lindemannstraße ist die Hauptschlagader
 des Kreuzviertels, eines der am dichtesten
 besiedelten Wohnquartiere in ganz Dortmund“,
 so der planungspolitische Sprecher
 Thomas Pisula.



Zum Hintergrund: Im Zuge des Konjunkturpaketes II sollen die Straßenbahngleise in der Lindemannstraße entfernt und ein neuer, sogenannter „Flüsterasphalt“ aufgetragen werden. „Dass es zukünftiger leiser an der Lindemannstraße wird, begrüßen wir ausdrücklich“, sagt Pisula. „Aber die Gelegenheit zu nutzen und die Straße durch Markierungsmaßnahmen mit nur noch einer durchgängigen Fahrbahn zu versehen, als sei das Kreuzviertel Syburg oder Lanstrop, das halten wir für einen Schildbürgerstreich“.


Pisula geht noch weiter. Die Planungen sehen vor, dass auf der Ostseite der Lindemannstraße ein durchgängiger Radweg auf der Straße angelegt wird. Noch schlimmer: auf der Westseite zwischen Kreuzstraße im Süden und Neuer Graben im Norden soll der Radweg für ca. 300 Meter ebenfalls vom Bürgersteig in die Straße verlegt werden. Schwere Verkehrsunfälle zwischen Radfahrern und 40 Tonnen schweren LKWs seien somit vorprogrammiert, befürchtet die CDU.


Immerhin würde die Lindemannstraße von vielen LKWs benutzt, die von der B1 in Richtung Dortmunder Hafen unterwegs seien. Auch die Schwertransporter, die das Werk Rothe Erde an der Tremoniastraße anfahren würden, benutzten die Lindemannstraße gerade im verengten Bereich zwischen Neuen Graben und Kreuzstraße.


Von daher haben die Christdemokraten den Rückbau der Lindemannstraße in der Sitzung des Planungsausschusses am 12.05.2010 abgelehnt. „Wir haben nichts gegen sinnvoll angelegte Radwege. Auf einer Hauptverkehrsstraße wie der Lindemannstraße jedoch zwei Autofahrspuren zugunsten von ein paar Fahrradfahrern zu opfern, das machen wir nicht mit“, so Pisula abschließend.


Verantwortlich: