Dr. Jürgen Eigenbrod befürchtet „klassischen Fehlstart“

 Der kulturpolitische Sprecher der
 CDU-Ratsfraktion Dr. Jürgen Eigenbrod
 befürchtet einen „klassischen Fehlstart“
 am Dortmunder U-Turm. Nachdem
 die Gastronomie im Erdgeschoss des
 U-Turms nach nur wenigen Tagen wieder
 geschlossen wurde, sei nunmehr auch zu
 befürchten, dass die Kathedrale in der siebten
Etage des Turms auch erst mit großer zeitlicher
Verzögerung an den Start gehen kann.



Die CDU-Fraktion im Kulturausschuss nimmt dies zum Anlass, im Ausschuss nachzuhaken, ob neben der geplanten Großveranstaltung der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung am 8. und 9. Oktober 2010 auch noch andere bereits durchgeplante Veranstaltungen in der Kathedrale abgesagt werden müssen. Die CDU-Fraktion will auch wissen, ob auf die Stadt durch die mangelhafte oder nicht rechtzeitige Bauausführung im Erdgeschoss im Umfeld der Gastronomie sowie durch mögliche Absagen von Veranstaltungen in der Kathedrale finanzielle Risiken durch Schadenersatzforderungen zukommen werden.


CDU-Kultursprecher Dr. Jürgen Eigenbrod will dabei gar nicht der Verwaltung den „Schwarzen Peter“ zuspielen. Der durch die verspätete Eröffnung der Gastronomie und sofortigen Wiederschließung entstandene Imageschaden für den U-Turm und die Absage einer bedeutenden Großveranstaltung mit Strahlkraft weit über die Stadtgrenzen Dortmunds hinaus sei jedoch bei sorgfältigerer Planung sicherlich vermeidbar gewesen, so Dr. Jürgen Eigenbrod.


Die Frage einer möglichen Kostensteigerung steht ebenfalls im Fokus des umfassenden CDU-Fragenkatalogs. Nachdem die Verwaltung die Kosten für den Um- und Ausbau auf 49 Mio. Euro beziffert hatte, wurde Kulturdezernent Stüdemann nicht müde zu betonen, dass das Großprojekt nicht teuer als 50. Mio. Euro werden dürfe, erinnert Dr. Eigenbrod. Ansonsten stünde ein aufwändiges Prüfverfahren der Europäischen Union zur sachgerechten Verwendung der Fördermittel ins Haus. „Hier können wir nur beten, dass wir diese Hürde nicht reißen“, hofft der CDU-Sprecher.


Auch das Thema Brandschutz brennt den Christdemokraten unter den Nägeln. Kulturdezernent Stüdemann und Museumsdirektor Dr. Wettengl  hatten in der vergangenen Woche erklärt, dass noch eine Sprinkleranlage eingebaut werden muss. Die CDU will von der Verwaltung wissen, warum nicht an den Einbau einer ungiftigen Gaslöschanlage gedacht wurde, um den wertvollen Kunstbestand vor Wasserschäden zu schützen.


Die Christdemokraten erwarten daher bei den jetzigen baulichen Verbesserungen im gesamten Gebäude mehr Sorgfalt. Dr. Eigenbrod hofft, dass wenigstens der Termin der Neueröffnung des Museums am Ostwall im U-Turm in der vierten und fünften Etage pünktlich zum 25. September 2010 stattfinden kann.


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