Volle Unterstützung durch die AUSWI-Fraktion im Rat der Stadt

Mindestens seit dem Jahr 2000 beschäftigt sich die Kommunalpolitik mit der Einzelhandelsversorgung im Ortsteil Kirchlinde. CDU und Grüne votierten damals für die Realisierung des jetzigen Standorts an der Zollernstraße.
Eine richtige Entscheidung, wie sich jetzt herausstellt, ein voller Erfolg!

Nun soll auch noch der damalige Wunsch nach einem weiteren Standort am Bärenbruch umgesetzt werden.
Die CDU hält das für eine verhängnisvolle Entscheidung und hofft auf eine politische Mehrheit, die dieses Projekt verhindern wird.
Unterstützung wird dafür von allen Bürgern im Umland, vor allem aber auch von den Vertretern aus Handel und Gewerbe erwartet.

Schon damals äußerte sich das CDU-Mitglied im  „Planungsausschusses“ Heinz Neumann gegen einen Markt am Bärenbruch:
„Der Ortsteil Marten, der so schon mit großen Sorgen zu kämpfen hat, wird dann noch weitere Kunden verlieren; die Kaufkraft fließt jetzt schon in den Indu-Park ab.
Die Einwohner des Ortsteils Westrich werden einmal dem Einzugsbereich Kirchlinde, andererseits den Einzelhandelsprojekten von REWE und EDEKA in Bövinghausen zugerechnet. Die Menschen geben ihr Geld jedoch nur einmal aus.“
Im Masterplan Einzelhandel wird das Ortsteilzentrum an der Kirchlinder Straße und im Norden davon gesehen. Nach dem Angebot durch den Lebensmittel -einzelhandel an der Frohlinderstraße besteht vor allem ein Bedarf  für ein kleinteiliges Angebot an Uhren/Schmuck/Lederwaren, Schuhe, Bücher/Schreibwaren, Unterhaltungselektronik/Leuchten und Spiel/Sport/Hobby, usw.
Dem könnte die CDU zustimmen.
Davon kann aber bei dem geplanten SB-Markt keine Rede sein.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Thomas Bernstein appelliert an seine Mitstreiter in der BV-Huckarde, den Planungen Einhalt zu gebieten.
Bernstein:
„Grundsätzlich ist es ja richtig, wenn man sagt, Konkurrenz belebt das Geschäft. Wer in der Politik Verantwortung für unseren Stadtbezirk tragen will, muss doch aber auch Einwohnerverluste, den demografischen Faktor und die wirtschaftlichen Entwicklung (kaum größeres Wachstum an Kaufkraft) sehen. Wir können uns keine großen Leerstände erlauben, die hinterher unser Ortsbild dann auch noch verschandeln. Der neue Lebensmittelmarkt läuft gut, gleich nebenan auf der Rahmerstraße haben wir dann noch zwei Märkte; das sollte dann aber auch für diesen Einzugsbereich genug sein.“

Im Masterplan Einzelhandel heißt es weiter: Magnetbetriebe sollten sich im gewachsenen, engeren Zentrumsbereich in der unteren Frohlinder Straße halten bzw. dort ansiedeln. Die Etablierung abseits dieser Lage birgt das Risiko, dem Zentrum Kunden zu entziehen.
Den örtlichen Ratsherrn Peter Spineux hegen noch weitere Sorgen:
„Um eine Rechtfertigung für diesen zusätzlichen Markt zu finden, wird davon gesprochen, der Investor plane auf dem alten Gelände des Aldi-Marktes ein Ärztehaus.
Nach intensiven Recherchen habe ich erfahren, dass es dafür seitens der Ärztekammer überhaupt keine Genehmigung gibt; dort könnte man bauen, aber kein Haus für Arztpraxen.
Darüber hinaus bestätigt das selbst vom Investor in Auftrag gegebene Verkehrsgutachten halbwegs die Zahlen und Probleme der Verkehrsteilnehmer, die diese Kreuzung täglich befahren müssen.
Die Stadt selbst sagt dazu auch noch, dass der Verkehr in den nächsten Jahren  – unabhängig von diesem Markt -  über 6 %  steigen wird.
Vor vielen Jahren hat man schon überlegt, ob man die Probleme an dieser Kreuzung nicht besser durch einen Tunnel lösen könne.
In den Spitzenzeiten stauen sich die Autos bis weit auf die OW IIIa  zurück und versuchen irgendwie die Kreuzung zu erreichen. Jetzt soll auch noch 120 m davor ein SB-Markt gebaut werden, unvorstellbar!
Außerdem befürchtet Peter Spineux, dass sich der Parkdruck im Zentrum von Kirchlinde verschärfen wird. Der Parkplatz ist täglich von ca. 70 bis 80 Dauerparkern belegt. Dies wird der Betreiber des SB-Marktes sicher nicht dulden und den Parkplatz für Nichtkunden sperren. Diese Fahrzeuge werden sich auf die wenigen Parkbuchten im Zentrum und in die Nebenstraßen verteilen.
Das Einbiegen von Kirchlinde aus soll mit Geduld noch möglich sein.
Das Hinausfahren in Richtung Marten durch Beschilderung nicht erlaubt werden. Eine unsinnige Entscheidung, wenn man die Frage verkehrstechnisch nicht beantworten kann, wie und wo diese Kunden dann in Richtung Süden (Marten) wenden können.
Die CDU in der BV, sowie im zuständigen Ausschuss, wird dafür votieren, hier nicht mit der Brechstange ein zusätzlichen Problem für unsere Bürger, Kunden und Händler, in Kirchlinde schaffen zu wollen.“


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