Ulrich Monegel: „Das beschädigt den Ruf Dortmunds“

 Die CDU-Fraktion ist irritiert über die
 frühzeitige Veröffentlichung zweier Namen
 für die zu besetzenden Dezernentenstellen.
 „Ein solches Vorgehen, abweichend von dem
 üblichen und auch diesmal verabredeten
 Verfahrensablauf diskreditiert Dortmund
 als Adresse für qualifizierte Bewerber“,
 sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Ulrich Monegel.



Vertraulichkeit und Diskretion seien einfach elementar für Besetzungsverfahren bei hochrangigen Positionen, zumal wenn diese im öffentlichen Raum stattfinden, so Monegel, der selbst im Personalwesen tätig ist.


Die CDU-Fraktion hätte erwartet, dass zunächst alle Fraktionen nach Auswertung des Verfahrens gleichzeitig über das eingegangene Bewerber-Portfolio informiert werden, bevor einzelne Kandidaten bereits öffentlich benannt und deren Qualifikation einer öffentlichen Bewertung durch den Oberbürgermeister unterzogen werde. Monegel: „Absolut unprofessionell!“


Trotz der offensichtlichen Indiskretion werde die CDU-Fraktion am bewährten Verfahren festhalten und zunächst die Meinung aller Ratsmitglieder einholen, bevor man sich auf einen geeigneten Kandidaten festlegt. „Und das machen wir am nächsten Montag“, so Monegel.


Der CDU-Fraktionsvorsitzende kann im Zusammenhang mit der frühzeitigen Nennung zweier Bewerber die Verärgerung der Grünen zwar verstehen. Er verbittet sich aber den Vorwurf der informellen Absprache mit der SPD und insbesondere auch den Hinweis der Grünen, dass inhaltliche Fragen bei der Kandidatensuche sekundär seien und es lediglich um Postenverteilung ginge. „Uns geht es ausschließlich darum, einen qualifizierten Bewerber für das Infrastruktur- und Planungsdezernat zu gewinnen, der Dortmund weiter nach vorne bringt.“
Für die CDU-Fraktion bleibt abschließend festzuhalten: Der Vorgang schadet dem Ruf Dortmunds, ist überflüssig und bei Personalbesetzungsverfahren dieser Güte auch völlig unüblich.


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