Prostitution,alkoholtrinkende Menschen auf 
 öffentlichen Plätzen und Drogenkonsumierende
 auf Spielplätzen – das sind nur einige
 Beispiele, wofür der Dortmunder Norden
 mittlerweile steht. Die kulturelle Vielfalt lockt
 nicht mehr an, sondern schreckt ab und
 verbreitet Angst. Christiane Krause,
 Sprecherin der CDU-Fraktion im Ausschuss für  Bürgerdienste und öffentliche Ordnung und
 Rosemarie Liedschulte, stellv. Vorsitzende des
 Ausschusses mit Wahlkreis im Dortmunder
 Norden, sehen den Stadtbezirk
 ordnungspolitisch untergehen und rufen
 nach einem verstärkten Einsatz der
 Ordnungspartner und der Polizei.



„Der Dortmunder Norden hat sich mittlerweile verselbstständigt und entwickelt sich zusehends zu einer Zone, die man im Dunkeln nicht mehr betreten möchte“, so Krause. „Dort niedergelassene Einzelhändler öffnen ihre Geschäfte, wie es ihnen gerade passt. Kontrolle seitens der Stadt – Fehlanzeige! Nicht nur die Alkohol- und Drogenkonsumierenden lösen Unbehagen aus. Noch bedrohlicher wirkt der „Arbeiterstrich“ entlang der Mallinckrodtstraße, wo Männer u.a. aus Bulgarien und Rumänien ihre Arbeitsdienste für wenig Geld anbieten. Die Bürger/innen in der Nordstadt sehnen sich nach dem Grundbedürfnis „Sicherheit“. Die Stadt muss jetzt endlich eine ordnungspolitische Basis schaffen, um den weiteren Verfall des Stadtbezirks zu stoppen. Dabei ist die enge Zusammenarbeit mit der Polizei mehr denn je gefordert.“


Auch Rosemarie Lieschulte sieht den Stadtbezirk, in dem sie einst aufgewachsen ist, immer mehr abrutschen. Die über 50 Millionen, die einst aus Urban II-Mitteln in die Nordstadt geflossen sind, sind ihrer Meinung nach größtenteils im Sande verflossen ohne, dass eine wirkliche Verbesserung der Lebenssituation vor Ort erzielt wurde.


„Ich weiß nicht, wie weit das neue Nordstadtkonzept entwickelt ist und wie der aktuelle Plan für die Rettung der Nordstadt aussieht. Ich weiß aber, dass das Szenario momentan eher lähmende Angst verbreitet. Es macht jetzt wenig Sinn, nach den Ursachen für die existierenden Umstände zu suchen. Sinn macht es aber, diese Umstände sukzessive abzubauen. Der ewige Wunsch der CDU, die Ordnungskräfte in Dortmund aufzustocken, sollte jetzt und hier seine Anwendung finden. Das Ordnungsamt muss sich mehr denn je darum bemühen, Mitarbeiter dafür zu finden, die dann auch spät abends und am Wochenende dort Streife laufen. Denn nur, wenn Sicherheit und Ordnung in der Nordstadt permanente Präsenz zeigt – die auch zum Einsatz kommt – können wir langfristig das Vorurteil beenden, dass die Nordstadt zur „Notstadt“ verkommt“, so Liedschulte abschließend.


Verantwortlich: