Die CDU will den monatelangen Stillstand in der Diskussion um die Zukunft des Dortmunder Flughafens durch ein klares Signal nach Düsseldorf und Münster beenden. Monegel: „Wir erwarten, dass dem Rat der Stadt zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Flughafens möglichst zeitnah eine Entscheidungsgrundlage präsentiert wird.“



CDU-Fraktionsvorsitzender Ulrich Monegel erinnert an die Beschlüsse des Aufsichtsrates der Flughafen GmbH, der sich im Juni sowohl für eine Erweiterung der Betriebszeiten als auch für einen Ausbau der Start- und Landebahn ausgesprochen hatte. Der OB als Vorsitzender des Aufsichtsrates des Mehrheitsgesellschafters DSW21, die mit 74% am Flughafen beteiligt sind, und der  Geschäftsführer des Flughafens sollen nunmehr tätig werden.


Für die Einleitung von Genehmigungsverfahren ist die rot-grüne Koalitionsvereinbarung in Düsseldorf, wonach am Dortmunder Flughafen keinerlei Veränderungen möglich seien sollen, irrelevant.   „Koalitionsvereinbarung hin oder her – die Genehmigungsbehörde beim Regierungspräsidenten in Münster muss und wird sich an Recht und Gesetz halten, kann sich nicht nach den Wünschen der Flughafengegner richten“, so Monegel.


Grundlage einer Entscheidung des Rates ist für die CDU dabei die unmissverständliche Linie ihres Kommunalwahlprogramms: Anpassung der Betriebszeiten ja – Landebahnausbau nein! 


Für die CDU-Kreispartei erinnert der Vorsitzende Steffen Kanitz an den Beschluss der Christdemokraten zur weiteren Entwicklung am Flughafen. „Wir haben einen Parteitagsbeschluss, der eine klare Linie vorgibt“, so Kanitz. Dieser schließe eine Verlängerung der Start- und Landebahn kategorisch aus und befürworte, soweit der Nachweis der Wirtschaftlichkeit erbracht sei, eine moderate Ausweitung der Betriebszeiten bis 23.00 Uhr mit einer Verspätungsregelung bis 23.30 Uhr.


Mit einer entsprechenden Verlängerung der Betriebszeiten will die CDU vor allem das Segment der Geschäftsflüge weiter stärken und so sogenannte Tagesrandverbindungen von den großen Drehkreuzen wie Frankfurt oder München nach Dortmund holen. Auch eine geforderte Verspätungsregelung für sog. Homecarrier“ (Fluggesellschaften, die ihr Flugzeug am Dortmunder Flughafen stationieren) kann nach Willen der CDU geprüft werden. Weitere Investitionen in eine Verlängerung der Start- und Landebahn lehnt die CDU ab. Geschäftsentwicklung ja, aber nicht zulasten zusätzlicher Investitionskosten, die das wirtschaftliche Ergebnis des Flughafens weiter belasten – mit dieser Aussage positioniert sich die CDU Dortmund deutlich.


Details dieser Art spielen allerdings in der derzeitigen Phase der politischen Willensbildung wie auch bei der Einleitung des behördlichen Genehmigungsverfahrens noch nicht die wesentliche Rolle.


Monegel und Kanitz abschließend: „Der Flughafen hat sich zu einem wichtigen Standortfaktor in Dortmund entwickelt. Den wollen wir auch zukünftig wettbewerbsfähig erhalten. Es muss jetzt eine wichtige Entscheidung her. CDU will Arbeitsplätze am Flughafen und in der Region erhalten und möglichst weitere schaffen.“


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