Krause: „Wo genau hakt es?“

 Ein Straßenstrich, der sich über die
 Grenzen hinweg ausbreitet. Ein beschlossener
 Trinkerraum, der sich nicht so recht installieren
 lässt. Woran liegt es, dass der Norden
 Dortmunds nicht zur Ruhe kommt und
 immer wieder aus der Rolle fällt, fragt sich
 die ordnungspolitische Sprecherin der
 CDU-Fraktion, Christiane Krause.



„Ich finde es mehr als bedauerlich zu hören, dass es sich sehr schwierig gestaltet, für den beschlossenen „Saufraum“ einen Träger zu finden“, so Krause. Aber woran liegt es, dass keiner so recht will? Ein gutes Konzept aus Kiel liegt vor, ein Beschluss des Rates auch. Wir werden in der nächsten Ausschusssitzung am 2. November einen ausführlichen Bericht von Dezernent Steitz anfordern, der uns dort über seine Aktivitäten in dieser Sache berichten soll. Denn für uns ist es nicht nachvollziehbar, dass sich die Freien Träger offenkundig gegen eine bereits in Kiel gut etablierte Institution wehren. Wie laut müssen die Bürger der Nordstadt noch nach Hilfe rufen, bis endlich jemand tätig wird?“


Krause kann nicht so recht verstehen, dass man einen ganzen Stadtteil sich selbst überlässt und dabei zuschaut, wie er „vor die Hunde geht“. Die dort vorherrschenden Probleme wird man ihrer Meinung nach nicht durch Ignoranz – getreu dem Motto „nichts Hören, nichts Sehen, nichts Sagen“ – beheben können, sondern durch gezielte Maßnahmen, die auch zur Anwendung kommen müssen.


Krause abschließend:
„Wir sollten endlich aufhören der Illusion hinterher zu jagen, dass die Nordstadt von allem „Elend“ befreit werden kann. Aber wir hätten in Dortmund schon vor Jahren mit Maßnahmen beginnen müssen, damit die Last in der Nordstadt für die Bürger dort nicht zur alltäglichen Bedrückung wird. Wieder einmal mehr wird uns hier gezeigt, dass Dezernent Steitz die Situation nicht beherrscht bzw. nicht ausreichend seinen Pflichten nachkommt. Wenn wir nicht endlich beginnen, allen fragwürdigen Gruppierungen in der Nordstadt die Grenzen aufzuweisen, müssen wir uns nicht wundern, dass uns diese auf der Nase herumtanzen. Wie lässt es sich sonst erklären, dass die Prostituierten an der Ravensberger Straße immer wieder den Versuch unternehmen, ihr Revier eigenständig auszuweiten. Dass Gewerbetreibende am Nordmarkt ihre Geschäfte auch an Sonn- und Feiertagen öffnen und, dass der Schleswiger Platz für die Bürger mittlerweile zum Angstraum anstatt zum Erholungspunkt geworden ist.“


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