Liedschulte: „Bonekamp missachtet Beschluss“


 Sehr überrascht zeigt sich
 Rosemarie Liedschulte, jugendpolitische
 Sprecherin der CDU-Fraktion, über die
 Aussage von Dezernentin Bonekamp, dass
 eine Auslagerung von Jugendfreizeitstätten
 (JFS) an Freie Träger vom Tisch sei.
 Überrascht deshalb, weil im Juni diesen
 Jahres mehrheitlich dem Antrag der CDU im
Finanzausschuss zugestimmt wurde, JFS vermehrt
auf andere Träger zu übertragen.



„Die Aussage von Frau Bonekamp, dass eine Auslagerung von JFS auf Freie Träger vom Tisch sei ist eine Missachtung eines Beschlusses, der mehrheitlich im Finanzausschuss getroffen wurde“, so Liedschulte. Ich frage mich, ob das die Hilflosigkeit einer Dezernentin ist, der einfach das Wasser bis zum Hals steht oder, ob es die pure Unwissenheit ist, dass Beschlüsse ein Auftrag an die Verwaltung sind und umgesetzt werden müssen. So oder so ist dies eine inakzeptable Aussage und zeigt einmal mehr, dass sich die Kinder- und Jugendpolitik in Dortmund vermehrt durch Hilflosigkeit auszeichnet.“


Liedschulte weiß, dass es im Kinder- und Jugendhaushalt etliche Bereiche gibt, die viel Geld verschlingen und auch mehr Geld brauchen. Dennoch bleibt sie bei ihrer Meinung, dass es auch beim Jugendamt Einsparpotentiale gibt.


Liedschulte abschließend:
„Strukturen sind dazu da, diese hin und wieder mal zu überprüfen und gegebenenfalls neu aufzubauen. Ich bleibe dabei, dass eine externe Überprüfung zeigen würde, ob und wo es Einsparpotentiale beim Jugendamt gibt oder wo ein höherer Bedarf vorliegt. Für mich ist völlig klar, dass in die Bereiche erzieherische Hilfen und Jugendhilfedienste zukünftig mehr Geld investiert werden muss. Dennoch gibt es auch Bereiche, deren Sinnhaftigkeit und Einsatz fragwürdig ist. Sich aber wie Frau Bonekamp einfach hinzustellen und zu behaupten, alle haben Unrecht und nur sie wisse, dass noch mehr Millionen in den Jugendhaushalt fließen müssten, hat den jugendhaften Charme von einer gewissen Arroganz der Macht. Ob es das allerdings ist, was wir brauchen, um den Kinder- und Jugendbereich auf die Beine zu stellen bzw. ihn dort zu halten, zweifle ich an.“


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