Krause: „Straßenstrich entwickelt sich zum Krankheitsherd“

 Bei einem Ortstermin am heutigen
 Donnerstag haben sich die Mitglieder
 der CDU-Fraktion im Bürgerdiensteausschuss
 ein Bild von der Verdreckung an der
 Ravensberger Straße machen können.
 Von Bestürztheit bis hin zur
 Verständnislosigkeit über die Situation vor
 Ort waren die Reaktionen der CDU-Politiker.



Dazu die ordnungspolitische Sprecherin, Christiane Krause:
„Unvorstellbar, dass in unserer Stadt Menschen unter derart widerwärtigen Umständen leben bzw. ihrer Arbeit nachgehen. Frauen, die stundenlang an der Straße stehen und auf ihre Freier warten oder gerade einen hatten, haben nicht einmal die Möglichkeit eine Toilette aufzusuchen oder sich frisch zu machen, da keine sanitären Anlagen vorhanden sind. Die Toilettenräume im Kober-Container sind erst in den Abendstunden benutzbar, denn Kober ist nur von 18.00 bis 22.00 Uhr vor Ort. Die Alternative für die Prostituierten sind dann die Verrichtungsboxen, die einer gut besuchten Hundewiese gleichen. Ein Seuchenherd seinesgleichen. Wundert mich, dass hier noch keine Krankheit  ausgebrochen ist, denn Bakterien, Viren und Keime gibt es hier en masse. Das gleiche gilt für Abfall. Nirgends sind aufgestellte Abfallbehälter zu finden, statt dessen hängen als Ersatz blaue Müllsäcke herum.“


Krause zeigt sich aufgebracht, dass die Ravensberger Straße, die in der Vergangenheit immer wieder zu kontroversen Diskussionen geführt hat, vernachlässigt wird und sich auf diese Weise zu einem extremen Schmutz- und Schandfleck im Stadtbild entwickelt. Vor dem Hintergrund, dass ab 6. Dezember in Dortmund die Sexsteuer fällig wird und Prostituierte und Clubbetreiber dann für ihre Dienste zur Kasse gebeten werden, sieht sie hier die Stadt in der Pflicht, nicht nur zu kassieren, sondern auch für entsprechende Voraussetzungen zu sorgen.


Krause abschließend:
„Nach wie vor stehen Prostituierte an der Bornstraße, nach wie vor gibt es Prostitution am Schleswiger Platz. Warum handelt die Stadt nicht endlich und wo soll das hinführen? Ich kann nicht auf der einen Seite abkassieren, investiere aber nicht in die vorhandenen Strukturen, um eine Verbesserung für Anwohner und Beteiligte herbei zu führen. Wenn hier nicht endlich konsequent gehandelt wird, setzt sich eine Spirale der Entwicklung in Gang, an deren Ende dann nur noch Lähmung, Angst und Resignation zu finden ist.


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