Am morgigen Dienstag berät der Ausschuss
 für Bürgerdienste, öffentliche Ordnung,
 Anregungen und Beschwerden im nicht
 öffentlichem Teil über die Vorlage „Vergabe
 einer Aufenthaltsgelegenheit für Menschen
 mit Suchtproblemen (Alkohol). Schon im
 Sommer im Fachausschuss und Rat
 beschlossen, konnte sich laut Dezernent Steitz
immer noch kein Träger finden, der einen sogenannten
„Trinkraum“ unterstützt. Für Christiane Krause,
ordnungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion,
ist es aber überhaupt nicht akzeptabel, dass nun
in der Vorlage auch Träger angesprochen werden, 
die Konzepte ohne Alkoholverzehr vorsehen.



Dazu Christiane Krause:
„Wir haben sowohl im Ausschuss als auch im Rat mehrheitlich mit den Grünen und der FDP/Bürgerliste den Beschluss gefasst, einen sog. Trinkraum nach Kieler Vorbild im Dortmunder Norden zu installieren. Jetzt davon abzuweichen und auch Konzepte zuzulassen, die den Konsum von Alkohol ausschließen, ist völlig konträr zu dem, was wir im Norden wollten. Angebote für alkoholkranke Menschen, die entsprechend betreut werden, haben wir schon. Was der Stadtteil aber braucht ist eine Aufenthaltsgelegenheit für diese, damit nicht mehr die Straßen und Plätze im Norden zum Besuch einladen, sondern eine entsprechende Einrichtung, in der es auch Hilfeangebote gibt.“


Krause ist verärgert, dass sich die Freien Träger derart quer stellen und ein solches Projekt, das in Kiel hervorragende Erfolge verbucht, von vorn herein ablehnen. Verärgert ist sie aber auch, dass eine Anfrage der CDU vom 2.11. im Fachausschuss zu diesem Thema bis heute noch nicht von Dezernent Steitz beantwortet wurde.


Krause abschließend:
„Ein Projekt tot zu sprechen, bevor es sich im Leben beweisen kann, ist nicht gerade tolerant. Wenn die momentan in der Nordstadt Alkohol konsumierenden Menschen eine Hilfseinrichtung aufsuchen wollten, in der der Verzehr alkoholischer Getränke verboten ist,  dann würden sie bereits jetzt die Einrichtungen der Diakonie nutzen. Aber genau das tun sie ja nicht. Woran es liegen mag, wissen wohl nur die Betroffenen. Aber leider interessiert sich für deren Belange keiner. Sonst würde mal jemand vor Ort nachfragen, was sich die Betroffenen und die Anwohner wünschen. Die CDU jedenfalls wird an dem Beschluss festhalten, einen Trinkraum nach Kieler Modell im Norden einzurichten. Bleibt der Arbeitsauftrag an Dezernent Steitz, sich bei der Suche noch mehr Mühe zu geben und bleibt die Hoffnung, dass eine eigentlich gar nicht schwierige Sache auch zeitnah ihre Umsetzung findet.“


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