CDU sieht bei Städteranking teilweise Äpfel mit Birnen verglichen und fordert Tempo bei der Flächenentwicklung
  
 Die CDU Ratsfraktion bewertet das
 neueste Städteranking, in dem Dortmund
 erneut wenig schmeichelhaft gesehen wird,
 differenziert.
 „Es wird alle paar Monate eine neue Sau
 durch das Dorf getrieben und man vergleicht
 Städte und Regionen, die man eigentlich
 nicht direkt vergleichen kann“ sagt Uwe
Waßmann, Sprecher der CDU für Wirtschaft und
Beschäftigung im Rat der Stadt.



„Das Ruhrgebiet hat, anders als andere Regionen, noch viele Hausaufgaben zur Bewältigung des Strukturwandels zu machen. Der Wandel unserer Stadt ist dabei im vollen Gange und zwischenzeitliche Wasserstandsmeldungen in Form von Rankings sollten uns lediglich anspornen, mehr Tempo für unsere Stadt zu machen“ sagt Waßmann weiter. 
Der CDU Sprecher erwartet konkret, dass z. Zt. insbesondere die Planungsverwaltung bezüglich der Überplanung der Flächen, die der Rat der Stadt mit dem Masterplan Wirtschaftsflächen freigegeben hat, mit hohem Tempo arbeitet.
„Wir brauchen diese Flächen zur Verfügung der Dortmunder Wirtschaftsförderung, damit wir zeitnah und nachfrageorientiert Industrie und Gewerbe fördern können. Dabei muss es erklärtes Ziel sein, auch mehr Arbeitsplätze für die sogenannten „Blaumänner“ zu schaffen. Regionen wie Südwestfalen oder das Münsterland haben zum Beispiel über den Bereich des Maschinenbaus einen Beschäftigungsboom erreicht. So richtig es ist, auf hightech – Jobs, Dienstleistungen oder Verwaltung als Vehikel für den Strukturwandel zu setzen, so sehr brauchen wir aber auch die Arbeitsplätze, die man mit „Maloche“ in Verbindung bringt. Über diese Arbeitsplätze können wir unsere Arbeitslosigkeit spürbar senken“ ist Waßmann überzeugt.


Grüne und Linke handeln verantwortungslos


Als kontraproduktiv sieht die CDU dabei die Akteure von Grünen und Linken. „Die Grünen wollen einen Zero-Emission-Park im Hafen, stemmen sich gegen Flächennutzung für neue Arbeitsplätze und wollen die Gewerbe – und Grundsteuer in 2011 spürbar erhöhen. Das hat mit Wirtschaftsförderung gar nichts zu tun. Die Linke bemängelt in ihren Haushaltsanträgen, dass die Wirtschaftsförderung zu wenig Sparbeiträge erbringen würde, verschweigt dabei aber die Tatsache, dass der Betriebskostenzuschuss an die WiFö ab 2010 bis 2014 vom Rat der Stadt um jährlich rund 1,6 Millionen Euro gekürzt wurde, und zwar als Beitrag zur Haushaltssanierung. Ein Zustand, der sobald wie möglich wieder korrigiert werden muss, damit die WiFö auf Hochtouren arbeiten kann.
Ebenso kritisch bewertet Waßmann die immer wieder auftretenden Widerstände im Stadtgebiet, wenn es um die Schaffung neuer Arbeitsplätze geht.
„In Sonntagsumfragen äußern 70 – 80 % der Bürger die Schaffung von Arbeitsplätzen als oberstes politisches Gebot. Wenn es aber an konkrete Umsetzung von Vorhaben geht, soll das möglichst nicht vor der eigenen Haustür geschehen. Mir gefällt diese Haltung nicht, hat sie doch etwas heuchlerisches“ sagt Waßmann.
Waßmann betont, dass die Schaffung von Arbeitsplätzen für die CDU oberste Priorität hat. „Das soll möglichst im Einklang von Ökonomie und Ökologie geschehen. Wenn wir dieses Ziel im breiten Konsens angehen, wird sich dies auch in Rankings positiv widerspiegeln“ sagt Waßmann abschließend.


Verantwortlich: