Als positives aber leider auch unvollständiges
 Konzeptpapier bewertet die CDU-Fraktion im
 Rat der Stadt Dortmund den Sachstandsbericht
 zum Masterplan Integration, welcher dem Rat
 am kommenden Donnerstag zur Kenntnisnahme
 vorgelegt wird.


 




Konform geht die CDU mit der Verwaltung, wenn es um eine Wirksamkeitsüberprüfung und Vernetzung der Integrationsarbeit in der Stadtverwaltung Dortmund geht. Dies erscheint als unabdingbar, um Wirkungen von Maßnahmen zum Ressourcenverbrauch ins Verhältnis zu setzten oder auch etwaige Doppelstrukturen zu vermeiden. „Genauso stellt die Einbürgerung – auch nach Ansicht der CDU – in rechtlicher aber natürlich auch emotionaler Hinsicht den letzten Schritt der Integration von Migranten dar, weshalb die Einbürgerungskampagne der Stadtverwaltung ausdrücklich begrüßt wird“, so CDU-Ratsmitglied Tim Frommeyer.


Kritisch werden bestimmte Maßnahmen zur interkulturellen Öffnung der Verwaltung gesehen. „Schon vor dem Hintergrund des demographischen Wandels haben selbstverständlich auch wir das Ziel, Menschen mit Zuwanderungsgeschichte ihrer Sprachkompetenz entsprechend in Positionen innerhalb der Verwaltung einzusetzen, in denen sie Migranten dann ohne Sprachbarrieren besser betreuen können. Allerdings haben wir mit Besorgnis vernommen, dass die Mitarbeiterzahl mit Zuwanderungsgeschichte bei gleicher Qualifikation erhöht werden soll. Dies ist der erste Schritt zur Einführung einer starren Quote, welche wir sowohl aus rechtlichen als auch aus sozialen Gründen ablehnen. Ein Mensch, der aufgrund seiner besonderen Sprachkenntnisse für eine Stelle besser geeignet ist als ein anderer, sollte auch aufgrund dieses Talents eingestellt werden und nicht nur, weil er einen Migrationshintergrund besitzt.“ sagt Frommeyer.


Fördern und Fordern als eindeutiger Grundsatz der CDU für eine wirkungsvolle Integrationspolitik bedeutet letztlich, dass zur Erreichung des gemeinsamen Zieles einer politischen und gesellschaftlichen Partizipation von Menschen mit Migrationshintergrund neben Politik und Verwaltung auch die Migrantenorganisationen und Gemeinden aktiver werden müssen. „Es gibt einige elementare Integrationsvoraussetzungen wie das Erlernen der deutschen Sprache. Da reicht es nicht aus, auf Angebote seitens der Verwaltung oder der Wohlfahrtsverbände zu warten. Vielmehr muss an jeder Stelle, auch innerhalb der Gemeinden, dafür geworben, wenn nicht sogar zum freiwilligen Besuch von Sprachkursen aufgefordert werden.“ so Frommeyer weiter. Eine solche Art des Appells hätte sich die CDU auch in schriftlicher Fixierung innerhalb des Masterplans gewünscht.


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