Adolf Heinrich Weintz: „Gut gemeint ist nicht immer gut“

 Der Versuch des Oberbürgermeisters,
 die Zivilgesellschaft zu stärken und dafür
 neue Anlaufstellen im Rathaus zu schaffen,
 stößt bei der CDU-Fraktion auf
 grundsätzliche Zustimmung. Jedoch sieht
 der personalpolitische Sprecher der CDU
 Adolf Heinrich Weintz hierbei die falschen
 Schwerpunkte gesetzt: „Gut gemeint ist, aber –
wie so oft – das Gegenteil von gut. Dieses Vorgehen
zersplittert die Dortmunder Bürgerschaft in
Rand- und Interessengruppen. Was ist dann noch
für den Normalbürger vorgesehen?“, fragt  Weintz.



Das Bestreben von Schwulen und Lesben sei es doch, als normale Menschen mit anderer sexueller Ausrichtung angesehen zu werden. Was wäre dann „normaler“, als sie dann auch als Normalbürger zu behandeln. Daher sei eine extra Anlaufstelle für diesen Personenkreis überflüssig, vielleicht sogar kontraproduktiv bei der Integration von Homosexuellen.


Besonders kritisch sieht die CDU-Fraktion die deutschlandweit einzige Ombudsstelle für Bürgerinitiativen. Politische Entscheidungsprozesse würden nun einmal zu Recht im Rat der Stadt gefällt. Bürgerinitiativen das Gefühl zu geben, sie könnten bei einer Ombudsstelle im Rathaus den abgeschlossenen politischen Meinungsfindungsprozess noch beeinflussen oder gar umkehren, würde den Initiativen Sand in die Augen streuen und verstoße im übrigen sogar gegen die kommunale Selbstverwaltung der Räte. Am Beispiel des Flughafens habe sich die Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Fluglärm Ursula Wirtz ja bereits genau in der Richtung geäußert, benennt Weintz eine prominente Kronzeugin.


Ketzerisch fragt Weintz weiter: „Wann bekommen wir spezielle Ansprechpartner für Blonde, für Brünette, für Große, für Kleine, für Schwimmer oder für Nichtschwimmer? Dieser politische Aktionismus ist völlig konträr.“


Die CDU-Fraktion wird die Arbeit der Anlaufstellen jedenfalls genau beobachten und kündigt bereits jetzt an, nach Ablauf eines halben Jahres die Sinnhaftigkeit kritisch zu hinterfragen. „Wir wollen einfach wissen, ob sich der ganze Aufwand lohnt, ob es zu hinreichend vielen Bürgerkontakten kommt, ob Vermittlungserfolge aufzuweisen sind oder ob die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht viel sinnvoller in anderen Bereichen der Stadtverwaltung eingesetzt werden können“, so Weintz abschließend.


Verantwortlich: