Krause: „Nordstadt-Probleme ganzheitlich sehen“

 Eine Schranke für den Straßenstrich,
 die Sex-Steuer, der Arbeiterstrich am
 Nordmarkt oder aber auch die
 Drogenproblematik. Die Nordstadt hat
 sich mittlerweile zu einem Problem-Stadtteil
 entwickelt, deren Lösung – so die
 ordnungspolitische Sprecherin der
 CDU-Fraktion, Christiane Krause – nur
ganzheitlich angepackt und gelöst
werden kann.



Dazu Krause:
„Jede Großstadt hat einen Stadtteil, in dem man Prostitution, Drogenprobleme und einen größeren Anteil sozialer Randgruppen wieder findet. In Dortmund ist es die Nordstadt. Dass es dort Probleme gibt, wissen wir mittlerweile alle. Die Frage ist aber doch, wie ich dieser Spirale der Entwicklung entgegenwirke, damit sich der Stadtteil nicht zu einem Raum entfaltet, in dem die Macht der Angst vorherrscht und weiteren Aktionismus lähmt. Die Stadt hat mit dem integrierten Stufenkonzept für eine „Lebenswerte Nordstadt“, das letztes Jahr im Rat beschlossen wurde, eine wesentliche Entscheidung für eine bessere Nordstadt geleistet. Nur scheinbar greifen einige der aufgeführten Maßnahmen nicht oder werden nicht entsprechend zielstrebig und konsequent umgesetzt. Denn immer noch findet Prostitution in den Nebenstraßen statt, genauso wie Drogenkriminalität ein weiterhin großes Thema ist. Und immer noch zieren den Stadtteil verdreckte Straßen, an denen wilde Müllkippen zu finden sind. Das Stufenkonzept sollte nicht nur Makulatur sein, sondern ernsthaft zur Umsetzung kommen. Sonst ist es heute die Schranke am Straßenstrich, über deren Sinnhaftigkeit diskutiert wird. Morgen sind es aber dann die Drogendealer, die in den Straßen der Nordstadt schon längst ihr Umschlagsrevier entdeckt haben und rege nutzen.“


Krause fordert neben einem Gesamtkonzept aber auch, dass die Verwaltung die momentan laufenden Maßnahmen in der Nordstadt auf ihre Effektivität hin überprüft.


 „Die Stadt pumpt jährlich Hunderttausende Euros für Integrations-Maßnahmen in die Nordstadt. Alleine über fünfzig Millionen DM sind beim Urban II-Projekt in den Dortmunder Norden geflossen.  Nur was ist effektiv dabei heraus gekommen bzw. hängen geblieben? Vielleicht sollten die Gelder, die künftig in die Nordstadt investiert werden, einfach mal auf ihre Sinnhaftig- und Notwendigkeit überprüft werden, damit man auch eine wirkungsvolle Investition hat. Ansonsten wird man immer nur mit verzweifelten Maßnahmen versuchen, den Verfall des Stadtteils zu verzögern“, so Krause abschließend.


Verantwortlich: