Für mehr als unglaublich hält
 Rosemarie Liedschulte, jugendpolitische
 Sprecherin der CDU-Fraktion, das heutige
 Votum des Verwaltungsvorstandes, das
 Big Tipi für 600.000 Euro sanieren
 zu lassen.


„Vor zehn Jahren hat die Stadt Dortmund das Big Tipi mit Urban II-Fördermitteln nach Dortmund geholt, um hier – wie an so vielen anderen Stellen – eine Landmarke zu setzen“, so Liedschulte. Dass so ein Zelt mit Holzstämmen auch einmal marode wird, war von Anfang an bekannt. Jetzt – zehn Jahre nach Aufstellen des größten Indianerzeltes der Welt sollen 600.000 Euro für Sanierungsmaßnahmen fließen. In ein Zelt wohlgemerkt. Natürlich kommt die Einrichtung vielen Kindern und Jugendlichen in der Nordstadt zu Gute, aber dennoch sollte man auf dem Boden der Tatsachen bleiben. In einer Zeit, in der sich eine Stadt an vielen Ecken keine vernünftigen Spielgeräte auf Spielplätzen leisten kann, Kinder keinen Platz in Kitas bekommen und Kinderarmut nicht nur ein Begriff, sondern Realität in Dortmund ist, da will die Stadt über eine halbe Million Euro in ein marodes Zelt investieren.“


Liedschulte befürchtet, dass die 600.000 Euro, die Ende letzten Jahres noch bei 400.000 Euro für die Sanierung lagen, sich schnell erhöhen könnten.


„Es sollte gut überlegt sein, ob die Stadt wirklich 600.000 Euro in ein über zehn Jahre altes Zelt investieren will. Denn wer weiß schon, ob nicht in ein oder zwei Jahren die Zeltplanen so marode sind, dass diese ebenfalls ausgetauscht werden müssen? Oder, dass während der Sanierungsmaßnahmen feststellt wird, dass die Kosten doch höher ausfallen als geplant, weil unerwartete Mängel noch behoben werden müssen. Ich kenne genug Projekte und Ecken, an denen das Geld besser aufgehoben wäre. Chancen und Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche schaffen – gerade in der Nordstadt – ist eine gute Sache, aber dabei sollte immer die Verhältnismäßigkeit gewahrt werden“, so Liedschulte abschließend.


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