Thomas Pisula: „LKW-Fahrverbot bringt nicht gewünschte Entlastung“

 Die CDU Ratsfraktion lehnt das von
 der Verwaltung vorgeschlagene ganztägige
 LKW-Fahrverbot für den Durchgangsverkehr
 auf der B1 ab. Stattdessen wollen die
 Christdemokraten an der Untertunnelung
 an der B1 zwischen Märkischer Straße und
 B236 festhalten, um die Lärmsituation
 und Luftqualität für die Anwohner entlang
der B1 dauerhaft zu verbessern.

Thomas Pisula, planungspolitischer Sprecher der CDU, fordert daher, schnellstmöglich ein neues Planfeststellungsverfahren für den Tunnel einzuleiten und die zum Bau des Tunnels erforderlichen finanziellen Mittel seitens Bund, Land und Kommune in der mittelfristigen Finanzplanung vorzusehen.


Die von der Bundesregierung nunmehr vorgeschlagene Einbeziehung der B1, B54 und B236 in die „Autobahnmaut“ trifft bei der CDU-Fraktion jedoch auf Zustimmung. „Damit besteht nicht länger ein finanzieller Anreiz für die Nutzung der bisher mautfreien innerstädtischen, autobahnähnlich ausgebauten Bundesstraßen“, so Pisula.


Die CDU-Fraktion begründet ihre ablehnende Haltung zum LKW-Fahrverbot auch damit, dass sich die von den Anwohnerinnen und Anwohnern entlang der B1 bestehende Erwartungshaltung hinsichtlich geringerer Lärmbelastung definitiv nicht einstellen wird. „Lärmverringerungen von prognostizierten -0,8 bis -1,4 dB (A) sind für das normale menschliche Ohr nicht wahrnehmbar“, weiß Thomas Pisula.


Auch ließe sich das LKW-Fahrverbot im Zeitraum von 06.00 bis 22.00 Uhr aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens durch die Polizei nur schwierig kontrollieren. Die Polizei habe sich schon dahingehend geäußert, dass ein Verwarnungsgeld von 20 Euro im Falle eines Verstoßes gegen das Fahrverbot nicht geeignet sei, Verhaltensänderungen bei den LKW-Fahrern hervorzurufen, so die CDU-Fraktion.


Nachdrücklich in Frage gestellt würde nach Auffassung der CDU auch die Sinnhaftigkeit der Straßenbaumaßnahmen auf der A40/B1 zwischen dem Autobahnkreuz Dortmund-West und der Abfahrt Wittekindstraße. Insgesamt würden hier 75 Millionen verausgabt, um den Abschnitt auszubauen und damit eine bessere Passierbarkeit für LKW und PKW zu gewährleisten. Allein der dreistreifige Neubau der Schnettkerbrücke wird 22,5 Millionen Euro kosten, damit das bisherige „LKW-Nadelöhr“ beseitigt wird, so Pisula.


 Auch sei der Ausbau der B1 zur
 Autobahn im Bereich von B236 bis
 zum Autobahnkreuz Dortmund/Unna
 bereits beschlossene Sache. Jeglichen
 Überlegungen der Bezirksvertretung
 Aplerbeck, auf den Ausbau der B1
 zwischen Gottesacker und Marsbruchstraße
 zu verzichten, erteilt der Aplerbecker CDU-Ratsvertreter Benedikt Penning eine klare Absage. Die Begründung, aufgrund eines LKW-Fahrverbotes auf der B1 wäre der dreistreifige Ausbau nicht mehr notwenig, entbehre jeder sachlichen Grundlage und könnte anhand von Zahlen auch einfach widerlegt werden, so Penning.


Zur Zeit würde die B1 von knapp 90 000 PKW und LKW pro Tag befahren. Berechnungen der Stadt kommen zum Ergebnis, dass das LKW-Fahrverbot zwischen 06.00 und 22.00 Uhr zu einer Abnahme von etwa 1500 bis 2700 Fahrzeugen führen würde. Penning weiter: „Ob nun 88 000 oder 90 000 Fahrzeuge auf der B1 fahren, ist unerheblich. Die drei Fahrstreifen sind längst beschlossene Sache und machen – LKW-Fahrverbot hin oder her – nach wie vor Sinn.“


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